Vodafone Deutschland profitiert von DSL-Nachfrage

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Deutsche Presse-Agentur

Vom wachsenden Breitbandmarkt in Deutschland und der anhaltenden Nachfrage nach DSL-Verbindungen profitieren auch Vodafone-Deutschland und die Tochter Arcor.

2008 konnten Vodafone Deutschland und Arcor 520 000 neue DSL-Kunden gewinnen, allein im Schlussquartal 123 000, sagte Vodafone-Deutschland-Chef Friedrich Joussen am Dienstag bei Vorlage der Zahlen des dritten Geschäftsquartals. Die Zahlen des Ende Dezember abgeschlossenen dritten Geschäftsquartals seien in einem „schwierigen Umfeld“ sehr solide gewesen, sagte Joussen. Es sei das stärkste Quartal im abgelaufenen Kalenderjahr gewesen.

Vodafone und Arcor erwirtschafteten im dritten Geschäftsquartal einen Umsatz von 2,268 Milliarden Euro. Die Datenumsätze ohne SMS und MMS wuchsen um 248 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 24,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der gesamte Serviceumsatz im Weihnachtsquartal ging leicht um 1,4 Prozent zurück. Mobil telefoniert wird nach den Vodafone-Zahlen immer mehr. Das Gesamtvolumen stieg im 3. Quartal auf 11 847 Milliarden Minuten, ein Plus von 9,4 Prozent. Damit telefonierte jeder Kunde im Monat im Schnitt 111 Minuten.

Die Integration von Arcor läuft Joussen zufolge nach Plan. Nach wie vor seien keine betriebsbedingten Kündigungen geplant. Die Marke Arcor werde in diesem Jahr verschwinden, wenn dadurch kein Geschäft verloren gehe. Kunden würden bereits jetzt in zunehmendem Maße über Vodafone gewonnen.

Zweistellige Umsatzzuwächse vermeldete der Mutterkonzern in London. Im abgelaufenen dritten Quartal seien die Umsätze um 14,3 Prozent auf 10,47 Milliarden Pfund geklettert, sagte Konzernchef Vittorio Colao am Dienstag bei der Präsentation der Kunden- und Umsatzzahlen. Vor allem führte er das auf die positiven Währungseffekte und Zukäufe zurück. Dank des schwachen Pfund rechnet Vodafone im laufenden Geschäftsjahr mit mehr Umsatz und Gewinn. Die Gruppe habe aber ihre Annahmen für die den Schätzungen zugrundeliegenden Wechselkurse nach oben angepasst und entsprechend ihre Erwartungen angehoben.

Insgesamt profitiere das Unternehmen von seiner breiten regionalen Aufstellung, sagte Colao. Zur Gewinnentwicklung machte er in dem Zwischenbericht keine Aussagen. Bei den im November angekündigten Kosteneinsparungen liegt Vodafone den Angaben zufolge im Plan. Bis Ende 2011 sind Einsparungen von rund einer Milliarde Pfund jährlich geplant.

In Europa hätten solide Ergebnisse in Deutschland und Italien sowie eine Stabilisierung in Großbritannien der anhaltenden Schwäche in Spanien gegenüber gestanden. Die Umsätze stiegen währungsbereinigt um 15 Prozent. In Spanien bleibe das schwache Wirtschaftsumfeld aber eine besondere Herausforderung, sagte Colao. „Spanien bleibt der Markt, wo wir noch viel Arbeit vor uns haben.“

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