Viel Beifall für Filmregisseur Petzolds Bühnendebüt

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Deutsche Presse-Agentur

Das mit großer Spannung erwartete Bühnendebüt des Filmregisseurs Christian Petzold („Die innere Sicherheit“) mit Arthur Schnitzlers Stück „Der einsame Weg“ wurde am Samstagabend am Deutschen Theater in Berlin mit starkem Beifall aufgenommen.

Zum Premierenpublikum gehörten auch Bundespräsident Horst Köhler, Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und der Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der auch das Kulturressort in der Hauptstadt verantwortet. Zum gefeierten Darstellerensemble gehörten Nina Hoss, mit der der gerade zum Deutschen Filmpreis nominierte Regisseur („Jerichow“) schon öfter zusammengearbeitet hat, sowie Ulrich Matthes, Jörg Gudzuhn und Alexander Khuon.

Das wohl schwermütigste und stellenweise auch autobiografische Stück des Wiener Arztes und Dramatikers Schnitzler über Einsamkeit und Sinnsuche von egomanischen Künstlern, die ihre Arbeit höher stellen als die echte Beziehung zu Menschen in ihrer nächsten Umgebung, wurde 1904 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt. Petzold hat das seiner Meinung nach „sehr redselige“, aber „hochaktuelle“ Stück um fast die Hälfte gekürzt und lässt auch auf einer asketisch gestalteten Bühne ohne Requisiten spielen, um seine Darsteller total in den Mittelpunkt zu rücken. Die überzeugen zum Teil mit brillanten Leistungen mit Ausnahme von Hoss, die gegenüber ihren Kollegen einen schweren Stand hat und meist eher blass bleibt. Es gab langanhaltenden Beifall für das Ensemble und den sichtbar erleichterten Regisseur.

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