Verbot und Alternative für Silvester-Feuerwerk? Das sagen User von Schwäbische.de

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Schön anzusehen, aber gerade für die eng stehenden Fachwerkhäuser in der Altstadt nicht ungefährlich: Feuerwerk in Ravensburg.
Feuerwerk über Ravensburg mit Blick auf Mehlsack. (Foto: Elke_Obser)
Schwäbische Zeitung

Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein Ende der Feinstaub-Böllerei bei Silvesterfeuerwerk und schlägt Alternativen vor. Wir haben Sie - die User von Schwäbische.de - befragt: Was denken Sie darüber? 

Hier ist eine Auswahl an Meinungsbeiträgen:

Ich befürworte auch ein Verkaufsverbot für Knallkörper.

Karl-Friedrich B.: "Ich kann einem solchen Vorschlag nur beipflichten. Ich würde ein generelles Verbot auch zum Verkauf von Knallkörpern befürworten, denn nur ein Böllerverbot in Ballungszentren würde eh nicht kontrolliert werden."

Das Knallen hat nun mal Tradition, aber...

Uwe K. : "Das Knallen hat nun mal Tradition und ist fester Bestandteil der Silvesterkultur. Es wäre aber für Altenheime, Krankenhäuser und insbesondere Tiere wichtig, die Böllerzeiten strikt einzuhalten. Böllern bereits Tage vor und nach Silvester, sollte konsequent verhindert werden."

Feinstaub ist für niemanden gut.

Markus L.: "Generell verbieten. Feinstaub ist für niemanden gut - egal, wie dicht besiedelt."

Ich bin ein Bürger, der weiß, wie er sich zu benehmen hat.

Johannes H.: "Es ist langsam ein Trauerspiel, was wir uns von Anderen sagen lassen müssen, was wir tun dürfen und was nicht. Natürlich müssen wir bestimmte Sachen regeln, die für uns alle wichtig sind. Aber es sind auch Grenzen gesetzt für Organisationen und Institutionen, die meinen, sie können alles in Frage stellen und reglementieren. Ich bin ein Bürger, der weiß, wie er sich zu benehmen hat, und ich brauche niemanden, der mir das sagt oder verbietet."

Kein Rauch, kein Gestank - und kein Dreck.

Michaela M.: "Wir wohnen in der Altstadt, wo das Böllern seit Jahren verboten ist. Es fehlt aber keinem. Kein Rauch, kein Gestank - und kein Dreck, für den sich an Neujahr keiner zuständig fühlt. Den Feiern tut das keinen Abbruch. Ich war aber auch davor schon einfach zu geizig, so viel Geld in die Luft zu schießen. Von mir aus kann man gerne darauf verzichten."

Licht- und Lasershow ist keine Alternative.

Laura G.: "Ich finde es mittlerweile überzogen, alle Sachen, die die Menschen machen, umwelttechnisch zu hinterfragen und über eine Abschaffung zu grübeln. Das Zünden von Silvesterfeuerwerk ist gesetzlich auf ein paar Tage um den Jahreswechsel begrenzt. Viele Menschen haben ihre Freude daran. Außerdem ist es Tradition, so das neue Jahr zu begrüßen. Böller zu verbieten, finde ich dagegen längst überfällig. Aus meiner Sicht machen sie nur Lärm und Dreck, von der Gefahr mal ganz abgesehen. Zum Vorschlag der DUH der Licht- und Lasershows: Ich frage mich, wie das umgesetzt werden soll. Sicherlich könnte man das Geld, welches man für das Feuerwerk ausgegeben hat, dann für eine solche Show investieren. Aber wer geht von seiner Silvesterparty weg, um dann eine Lichtershow anzuschauen? Der Vergleich hinkt und wäre für mich keine Alternative."

Der ganze Dreck, der da rumliegt und auch liegenbleibt, ist schon krass.

Ralf U.: "Ich würde es auch verbieten. Der ganze Dreck, der nach Silvester immer rumliegt und auch liegenbleibt, ist schon krass. Selbst Luftballons gehören verboten. Wenn jemand eine Zigarette wegwirft, droht eine Geldstrafe, aber Tausende Feuerwerkskörper und Luftballons sind ok?"

Leider können sich die Leute nicht disziplinieren.

Christine S.: "Verbieten würde ich es nicht ganz. Ich wohne im Außenbereich von Ravensburg, aber selbst da ist während der Hauptböllerzeit nach Mitternacht die Luft dermaßen ekelhaft, dass man Hustenanfälle bekommt. Riesige Rauchschwaden wabern ewig herum. Klar gehört die Böllerei zu Silvester, aber leider können sich die Leute nicht disziplinieren und einfach mal weniger böllern, der Umwelt zuliebe. Schlimm finde ich, dass die Böllerei schon Tage vorher anfängt und noch Tage nach Silvester weitergeht."

Dann muss man auch die Konsequenzen ziehen.

Gerhard R.: "Das ist wieder typisch. Mit allen möglichen Tricks und Mitteln wird versucht, sich an der Klimaschutzpolitik vorbeizumogeln. Ich fand Feuerwerke an Neujahr auch toll und schön. Allerdings, wenn man so große Töne spuckt und Klimaschutz an erste Stelle setzt, dann muss man auch die Konsequenzen ziehen: Schweren Herzens sage ich Ja für ein Verbot der unsinnigen Luftverpestung, die auch Tiere in Angst versetzt."

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