US-Shuttle „Discovery“ macht weiter Probleme

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Deutsche Presse-Agentur

Zwei Wochen nach der Startabsage für die US- Raumfähre „Discovery“ sind die technischen Probleme noch immer nicht gelöst. Wie die Weltraumbehörde NASA am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, wird jetzt „versuchsweise“ ein Starttermin für den 12. März ins Auge gefasst.

Ein genauer Termin könne aber erst nach weiteren Tests der Ventile am Außentank des Shuttles festgesetzt werden. Experten hätten damit begonnen, die drei Ventile für entsprechende Untersuchungen auszubauen. Sie sollen auf mögliche Risse untersucht werden. Zugleich sollen andere Ventile montiert werden. Frühestens am 4. März werde über das weitere Vorgehen entschieden, teilte die NASA mit.

Bereits seit längerem häufen sich technische Probleme und Startverzögerungen bei den über 20 Jahren alten Raumfähren, deren Technik zum Teil noch aus den 60er Jahren stammt. Kritiker halten die Shuttles für veraltet und anfällig. Die drei Raumfähren „Discovery“, „Endeavour“ und „Atlantis“ sollen im nächsten Jahr ausgemustert werden.

Die Ventile am Außentank der „Discovery“ sollen den Wasserstoffzufluss regeln, damit in dem Tank stets der richtige Druck gehalten wird. Besonderes Kopfzerbrechen bereitet es den NASA- Experten, dass bei der Raumfähre „Endeavour“ bei einem Flug im vergangenen November eines dieser Ventile beschädigt wurde.

Bei der „Discovery“-Mission handelt es sich um den ersten von insgesamt sechs geplanten Shuttleflügen der NASA in diesem Jahr. Die Raumfähre soll während ihrer zweiwöchigen Reise ein Paar Solarflügel zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Diese werden gebraucht, um die notwendige Energie zu erzeugen, wenn die ISS-Mannschaft in den kommenden Monaten von bisher drei auf sechs Astronauten aufgestockt werden soll.

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