US-Klimasatellit ins Wasser gefallen

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Deutsche Presse-Agentur

Ein US-Satellit zur Klimaforschung ist am Dienstag wenige Minuten nach dem Start ins Meer gestürzt.

Der 273 Millionen Dollar (213 Millionen Euro) teure Satellit habe sich nach dem Start auf dem US-Militärstützpunkt Vandenberg im Bundesstaat Kalifornien nicht wie geplant von der Trägerrakete gelöst. Die US-Weltraumbehörde NASA sprach von einer „schweren Enttäuschung für die Wissenschaft“. Der Satellit namens OCO (Orbiting Carbon Observatory) sollte Treibhausgase erfassen. Einzelheiten des Unglücks wurden zunächst nicht bekannt. Die NASA hat eine Untersuchung der Absturzursache eingeleitet.

Der Start des Satelliten erfolgte planmäßig in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit, MEZ 10.45). Erste Hinweise deuten darauf hin, dass sich eine Verschalung des Satelliten nicht von der Trägerrakete vom Typ Taurus XL gelöst hat. „Der Satellit schaffte es nicht, die Erdumlaufbahn zu erreichen“, teilte die NASA offiziell mit. Nach Angaben des TV-Senders CNN stürzte der Satellit in der Nähe der Antarktis ins Meer.

Der Satellit hätte unter anderem klären sollen, wie viel Kohlendioxid etwa durch Tropenwälder aufgenommen wird. Dies wäre laut NASA ein wichtiger Schritt für Voraussagen über die künftige Klimaentwicklung gewesen.

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