Umstellung auf Sommerzeit beschert kurze Nacht

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Deutsche Presse-Agentur

An diesem Sonntag ist die Nacht eine Stunde kürzer als sonst. Zur Umstellung auf die Sommerzeit wird in Deutschland und allen anderen EU-Ländern um Punkt 2.00 Uhr die Uhr um eine Stunde auf 3.00 Uhr vorgestellt.

Morgens bleibt es damit länger dunkel und abends länger hell. Zuständig für das Zeitsignal ist der Sender DCF 77 in Mainflingen bei Frankfurt/Main. „In den 50 Jahren, in denen wir für den Sender zuständig sind, ist noch nie eine falsche Zeit ausgesendet worden“, sagte Dirk Piester vom Zeitlabor der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Am 26. Oktober endet die Sommerzeit.

Bereits vor drei Wochen hatten die Wissenschaftler der PTB den Sender entsprechend programmiert. Mit einer Reichweite von etwa 2000 Kilometern erreicht das Signal des Senders Funkuhren in fast ganz Europa. „Die Verfügbarkeit des Senders beträgt 99,97 Prozent. Dies bedeutet, dass der Sender maximal für 20 Minuten ausfallen kann“, erläuterte der Physiker Piester. Neben den Uhren an Bahnhöfen werden auch zahlreiche Ampelanlagen über Funkuhren synchronisiert.

Größere Probleme mit der Zeitumstellung hätten die meisten Menschen nicht, sagte die Soziologin Nadine Schöneck von der Fernuniversität Hagen. „Dadurch, dass die meisten Menschen heutzutage so viel durch die Welt fliegen, kennen sie den Verlust von einer oder mehreren Stunden.“ Vor allem Hobbysportler freuten sich auf die Sommerzeit, weil sie abends länger im Hellen trainieren könnten.

Die Sommerzeit wurde 1980 in Deutschland eingeführt, um Energie zu sparen und das Tageslicht besser zu nutzen. Auslöser war die Ölkrise von 1973. Erst seit 1996 drehen alle EU-Mitgliedstaaten die Uhren zum selben Zeitpunkt am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurück.

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