Ulrich Köhlers „In My Room“: Wenn die Apokalypse kommt

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In My Room
Armin (Hans Löw) kommt nach Hause zu seiner Mutter. Aber die Menschen sind verschwunden, er scheint der einzige Überlebende zu sein. (Foto: Pandora Film / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Apokalyptische Welten werden häufig als die Hölle auf Erden dargestellt. Meist müssen die Menschen dann ums Überleben und häufig auch gegen eine große Gefahr kämpfen.

Die enorm erfolgreiche TV-Serie „The Walking Dead“ aus den USA ist so ein Beispiel, wo Zombies das Land bevölkern und die Überlebenden vor immer neue Herausforderungen gestellt werden. Einen ganz anderen Ansatz wählt hingegen der deutsche Regisseur Ulrich Köhler in seinem Film „In my room“. Darin berichtet der 48-Jährige zunächst von einem allein stehenden Mann, der nach Hause fährt, um bei seiner sterbenden Großmutter zu sein. Auf einmal aber ist alles anders: Die Menschen sind verschwunden, Armin (gespielt von Hans Löw) ist scheinbar der einzige Überlebende, der durch menschenleere Straßen zieht.

Köhler, der Lebensgefährte von Maren Ade („Toni Erdmann“), inszeniert den ersten Teil des Films auf sehr realistische Weise und lässt dabei pointierte Alltags-Beobachtungen einfließen. Langsam aber kommen schließlich zunehmend surreale und traumähnliche Sequenzen hinzu - diese Darstellung erinnert in Teilen an Köhlers voriges Werk „Schlafkrankheit“, in dem er von einem Entwicklungshelfer in Kamerun erzählte.

In My Room, Deutschland/Italien 2018, 120 Min., FSK ab 12, von Ulrich Köhler, mit Hans Löw, Elena Radonicich, Michael Wittenborn

In My Room

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