Trickfilme inspirierten den Pianisten Lang Lang

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Deutsche Presse-Agentur

Der chinesische Pianist Lang Lang verdankt Zeichentrickserien im Fernsehen seinen heutigen Welterfolg. „Die TV-Cartoons, vor allem aber die Zeichentrickfiguren Tom und Jerry, haben meine Ohren geöffnet. Sie haben in mir die Leidenschaft für die klassische Musik geweckt.“

Dies sagte der 26-Jährige bei der Veranstaltungsreihe „BURDA LIVE“ am Sonntag im badischen Offenburg. „Als ich zwei Jahre alt war, saß ich oft vor dem Fernseher, ich habe fast alle TV-Cartoons gesehen. Es gab eine Folge, in der Tom und Jerry auf dem Klavier ein Stück von Franz Liszt spielten“, sagte Lang Lang. „Da spürte ich, dass die Klaviermusik mein Leben wird.“

„Mehr als die Bilder und Geschichten der TV-Serien haben mich die Melodien gefangen gehalten.“ Die klassische Musik, die es zu den Bildern gab, haben ihn fasziniert. Das Fernsehen habe ihn dazu animiert, an seinem Talent zu arbeiten. „Tom und Jerry haben mehr erreicht, als ein Klavierlehrer jemals erreichen könnte.“

„Ich hatte eine Kindheit, die nicht einfach war. Die Umgebung, in der ich aufgewachsen bin, war ärmlich. Es fehlte auch Bildung“, sagte Lang Lang, der als einer der bedeutendsten Pianisten unserer Zeit gilt und derzeit auf Welttournee ist. Er habe sich nach seinem Durchbruch als Pianist deshalb zum Ziel gesetzt, den musikalischen Nachwuchs zu unterstützen. In Hamburg werde er am 30. März den europäischen Ableger der nach ihm benannten Stiftung eröffnen.

www.burda-live.com

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