„The Wrestler“ gewinnt drei Indie-Preise

Lesedauer: 3 Min
Deutsche Presse-Agentur

„The Wrestler“ ist der dreifache Gewinner der Indie-Preise für „unabhängige“ Filmproduktionen. Das Drama über einen körperlich und psychisch abgewrackten Sportler, der noch einmal in den Ring steigt, wurde bei der Verleihung der Independent Spirit Awards zum besten Film ernannt.

Michael Rourke, dem mit der Rolle nach Jahren ein Comeback geglückt war, wurde bei der lockeren Zeremonie am Strand von Santa Monica (Kalifornien) als bester Schauspieler gefeiert. Den dritten Indie-Preis heimste der Film, der auch Oscar-Chancen hat, für seine Technik ein.

Dagegen konnte sich der deutsche Regisseur Werner Herzog mit seiner Dokumentation „Encounters at the End of the World“ über das Leben von Forschern in der Antarktis nicht durchsetzen. Das Rennen um den Doku-Indie machte der Brite James Marsh mit „Man on Wire“ über den gewagten Hochseilakt des Franzosen Philippe Petit zwischen den Zwillingstürmen des gerade errichteten World Trade Center in New York. Die Trophäe für den besten nicht englischsprachigen Film ging nach Frankreich („The Class“).

Gus Van Sants Drama „Milk“ über den schwulen Politiker Harvey Milk holte sich zwei Preise, überraschend aber nicht für Sean Penn in der Hauptrolle, sondern den Nebendarsteller James Franco, im Film Penns Liebhaber, sowie für das beste Originaldrehbuch.

Doppelt wurde auch die Liebeskomödie „Vicky Cristina Barcelona“ von Woody Allen belohnt. Der Altmeister selbst erwarb sich die Auszeichnung für das Drehbuch. Penelope Cruz nahm die Trophäe für die beste Nebendarstellerin persönlich entgegen. Sie schwärmte vor ihren Kollegen im Publikum von dem exzentrischen Filmemacher, der ihren Worten zufolge „das Symbol für Unabhängigkeit in unserer Industrie ist“. Melissa Leo stieß einen Begeisterungsschrei aus, als sie von den Veranstaltern für ihren Part in dem Schmuggeldrama „Frozen River“ zur Schauspielerin des Jahres gekrönt wurden.

Die Spirit Awards sind Hollywoods Alternativauszeichnung für Filmproduktionen, die nicht mehr als 20 Millionen Dollar gekostet haben. Sie werden traditionell einen Tag vor der Oscar-Gala in einem Zelt am Pazifik vergeben.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen