„The Private Lives of Pippa Lee“ in Berlin

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Deutsche Presse-Agentur

Das Premierenpublikum juchzte und spendete erleichterten Applaus, als Pippa auf der Leinwand in die neu gewonnene Freiheit rauschte.

Leicht verdaulich ist die Komödie „The Private Lives of Pippa Lee“ (USA) nicht, die auch die gefeierte Regisseurin Rebecca Miller (46) am späten Montagabend im Berlinale-Palast „zum ersten Mal“ in ihrer Endfassung sah, wie sie nachher sagte.

Der Film erzählt das Leben einer Frau, die sich vom überbehüteten Püppchen, das die Mutter aus ihr macht, zum Hippie-Mädchen entwickelt, bis sie in den schützenden Armen eines wohlhabenden Verlegers landet. Dabei holen sie die Abgründe und Sehnsüchte ihrer Vergangenheit wieder ein. Brillant und in jeder Szene überzeugend ist Robin Wright Penn in der Titelrolle der Pippa Lee, deren wilde Jugendjahre spielt die Nachwuchsschauspielerin Blake Lively. Seltsam leblos wirkt dagegen Hollywoodstar Keanu Reeves, der Pippa als Freund ins neue Leben begleiten darf.

Reeves sagte in Berlin: „Das ist ein Film zu einer Reise zu sich selbst. Ich denke, er macht Mut, den Augenblick anzunehmen, die Gegenwart, sich nicht passiv dem Gang der Zeit auszuliefern, sondern das eigene Leben aktiv zu gestalten. Das gefällt mir.“ „The Private Lives of Pippa Lee“ läuft bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin außerhalb des Wettbewerbs.

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