Telekom-Tarifeinigung gebilligt

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Deutsche Presse-Agentur

Die Tarifeinigung bei der Deutschen Telekom ist in trockenen Tüchern. Die Große Tarifkommission der Gewerkschaft ver.di sprach sich am Dienstag in Berlin mit überwältigender Mehrheit für die Annahme des Lösungsvorschlags aus.

59 Delegierte stimmten nach Gewerkschaftsangaben bei einer Enthaltung dem von der Verhandlungskommission empfohlenen Kompromiss zu. Danach erhalten die 50 000 Beschäftigten der Telekom und ihrer drei T- Servicegesellschaften etwa 5,5 Prozent mehr Gehalt. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten sollen im ersten Jahr 3 Prozent und im zweiten Jahr 2,5 Prozent mehr gezahlt werden.

Beschäftigte der T-Service-Sparte, die von der im Jahr 2007 mit ver.di vereinbarten Gehaltsabsenkung betroffen waren, erhalten zusätzlich einen Aufstockungsbetrag von 2 Prozent für 2009 und 1,1 Prozent für 2010. Außerdem wird der Kündigungsschutz um ein Jahr verlängert. Dieser gilt dann für die Telekom-Mitarbeiter bis Ende 2010 und für die Beschäftigten der T-Service-Gesellschaften bis Ende 2013. Auch der Verkaufsschutz für die Servicegesellschaften wurde um zwölf Monate bis Ende 2011 verlängert. Außerdem werden die monatlichen Vergütungen für die Auszubildenden in den Jahren 2009 und 2010 angehoben.

ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder sprach von einem Meilenstein für die Mitarbeiter der Servicegesellschaften. „Mit dem Abschluss ist klar, dass eine Gehaltsabsenkung in den Servicegesellschaften vom Tisch ist“, sagte Schröder der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Stattdessen erhielten die betroffenen Beschäftigten nun einen vorzeigbaren Gehaltszuschlag.

Nach dem Abbruch der vierten Verhandlungsrunde hatte ver.di die Schlichtung angerufen. Vermittler Henning Voscherau hatte seinen Kompromissvorschlag am vergangenen Freitag vorgestellt. Beide Seiten hatten sich für die Annahme ausgesprochen.

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