Telekom-Konzernchefs: Wichtige Rolle in der Krise?

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Deutsche Presse-Agentur

Die Telekomindustrie sieht für die Branche eine wichtige Rolle im Kampf gegen die weltweite Wirtschaftskrise. Ausgaben für Infrastruktur seien ein entscheidender Faktor in den Konjunkturprogrammen auf der ganzen Welt.

Das sagte Rob Conway, Chef des Branchenverbands GSMA, am Montag auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Ausgaben für Telekommunikations-Netzwerke und insbesondere Investitionen in Breitband-Technologien werde dabei besondere Bedeutung beigemessen. Außerdem seien die Mobilfunkanbieter eine der Branchen, die nicht auf Staatshilfe angewiesen sei.

Das werde auf absehbare Zeit auch so bleiben, betonte Telecom-Italia-Chef Franco Bernabé. Gleichzeitig erneuerten die Vertreter der Branche ihre Forderungen nach weniger Regulierung und weiteren Frequenzspektren. Große Investitionen bräuchten auch eine gewisse Investitionssicherheit, sagte Bernabé. Zusätzliche Spektren seien eine notwendige Bedingung für weitere Investitionen in neue Technologien wie den UMTS-Nachfolger LTE, fügte Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg hinzu.

GSMA-Chef Conway hob die Bedeutung der sogenannten Digitalen Dividende hervor - wobei durch die Digitalisierung freigewordene Rundfunkfrequenzen gemeint sind. Mobilfunkbetreiber wollen diese für Breitbandverbindungen nutzen. Auch in Deutschland diskutieren Vertreter von Bund und Ländern derzeit über die Freigabe der Frequenzen.

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