Taucher finden angeblich verschollene „HMS Victory“

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Deutsche Presse-Agentur

Seit mehr als 260 Jahren rankt sich ein Mysterium um das britische Kriegsschiff „HMS Victory“ - jetzt hat eine Schatztaucherfirma angeblich das Wrack entdeckt. Die US-Firma Odyssey Marine Exploration teilte am Montag in London mit, das Schiff im Ärmelkanal ausfindig gemacht zu haben.

Das Segelschiff war 1744 im Sturm vor der Kanalinsel Alderney mitsamt Goldschatz und 1100 Mann an Bord gesunken. Seitdem galt es als verschollen. Die „Victory“ war auch Vorbild für Admiral Nelsons gleichnamiges Flaggschiff von der Schlacht von Trafalgar. Experten gehen davon aus, dass der Fund Milliarden wert sein könnte.

„Dieses Wrack zu finden, hat eines der größten Mysterien der Geschichte gelöst“, sagte Greg Stemm, Gründer von Odyssey Marine Exploration. Die Forscher entdeckten das Wrack nach eigenen Angaben etwa 100 Kilometer von dem Ort entfernt, wo das Schiff damals gesunken sein soll. Zwei der mehr als 100 Kanonen seien geborgen worden, um das Schiff zu identifizieren. Einen genauen Fundort gab die Firma nicht an.

Odyssey Marine Exploration habe eng mit dem britischen Verteidigungsministerium und der Marine zusammengearbeitet, erklärte Stemm. Das Ministerium betonte, das Wrack sei „hoheitlich geschützt“. Als Militärschiff ist das Wrack im Besitz des Staates.

Odyssey Marine Exploration ist mit einer Entdeckung schon einmal in die Schlagzeilen geraten: Vor zwei Jahren gab sie den Fund eines spanischen Wracks mit einem Millionenschatz bekannt. Spanien erhob jedoch Anspruch darauf. Der Fall ist immer noch anhängig. Das Kulturministerium in Madrid warf den Amerikanern Plünderung spanischen Kulturbesitzes vor.

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