Stuttgart: Kohlenmonoxid-Vergiftungen in Flüchtlingsheim

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Kohlenmonoxid-Vergiftungen
In der Flüchtlingsunterkunft hat sich eine zehnköpfige Großfamilie eine Kohlenmonoxid-Vergiftung zugezogen. (Foto: Sdmg/Werner / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

In einer Flüchtlingsunterkunft in Stuttgart hat sich eine zehnköpfige Großfamilie eine Kohlenmonoxid-Vergiftung zugezogen.

Zwei Familienmitglieder seien mit schweren Vergiftungserscheinungen in Kliniken gebracht worden, Lebensgefahr bestehe aber nicht, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag.

Wie schütze ich mich vor der Gefahr Kohlenmonoxid?
Gibt es eine Möglichkeit, sich vor Kohlenmonoxid-Unfällen zu schützen? Wir haben nach dem Unglück in Esslingen bei der Feuerwehr in Ludwigsburg nachgefragt.

Zunächst hatte ein Familienmitglied am späten Samstagabend über Kreislaufprobleme geklagt. Als die Besatzung eines Rettungswagens die Unterkunft betrat, schlugen die CO-Warner der Rettungskräfte an, wie die Branddirektion der Feuerwehr Stuttgart am Sonntag mitteilte.

Zehn Bewohner des Hauses wurden daraufhin mit Hilfe der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Ein Großraumrettungswagen wurde angefordert und eine Verletztensammelstelle eingerichtet. Mehrere Notärzte versorgten die 44 Jahre alte Mutter, den 46 Jahre alte Vater und acht Kinder im Alter von vier bis 19 Jahren. Ob weitere Bewohner in dem Haus wohnten, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

Familie möglicher Weise wegen Kohlenmonoxid gestorben

Nach dem grausamen Tod einer Familie aus Esslingen sucht die Polizei weiter nach der genauen Ursache. Der Verdacht: Das Ehepaar und die beiden Kinder sind durch Kohlenmonoxid ums Leben gekommen. Spezielle Warnmelder, die Rettungskräfte mittlerweile dabei haben, haben beim Betreten des Hauses angeschlagen. Das Gas ist heimtückisch. Es entsteht bei einer unvollständigen Verbrennung und ist unsichtbar und geruchlos.

Feuerwehrleute mit Atemschutz durchsuchten das Gebäude nach der Kohlenmonoxid-Quelle. Im Erdgeschoss fanden die Einsatzkräfte drei Gefäße mit glühenden Kohlen. Sie seien laut Polizei auch die Ursache für die lebensbedrohliche Situation gewesen. Nachdem Feuerwehrleute die Luft im Gebäude mit Lüftern bereinigt hatten, wurde keine Kohlenmonoxid-Konzentration mehr gemessen und Entwarnung gegeben.

Das farb- und geruchlose Kohlenmonoxid entsteht beim Verbrennen von Kohle oder Gas. Es führt zu Bewusstlosigkeit und zum Erstickungstod. Erst am 5. Februar war in Esslingen bei einem tragischen Unglück eine vierköpfige Familie ums Leben gekommen.

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