Streit um Valentino-Museum überschattet Alta-Moda

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Deutsche Presse-Agentur

Streitigkeiten überschatten die römischen Alta-Moda-Tage. Während die Defilees der römischen Modewoche ihr Publikum erfreuen, ist zwischen der römischen Stadtverwaltung und Altmeister Valentino ein heftiger Streit entbrannt.

Wie italienische Medien berichteten, geht es bei dem Zwist um ein Museum, das Valentino bei seiner letzten Haute-Couture-Schau in Rom im Sommer 2007 vom damaligen römischen Bürgermeister Walter Veltroni versprochen worden war. Der Couturier möchte die für das Museum vorgesehenen 5000 Quadratmeter in den Hallen des ehemaligen Fischmarkts Roms für sich allein. Rom hingegen will ein „Mode-Zentrum“ für viele. „Wir wollen einen Mode-Pool schaffen für alle Stilisten“ und Valentino könne sich ja zum „Promoter“ des Projekts machen, wenn er an einem Museum interessiert sei, erklärte Alessandro Vannini, Mode- und Tourismusbeauftragter der römischen Stadtverwaltung. Valentino zeigte sich empört.

„Rom wird mein historisches Archiv niemals bekommen“, kommentierte er das Vorhaben der Stadtverwaltung. Sein Sprecher wies verstimmt darauf hin, dass der Meister-Couturier bisher „noch nicht einmal eine offizielle Mitteilung“ über die geänderten Pläne erhalten habe. Die Stadt trägt nach eigenen Angaben mit ihrer Entscheidung auch Protesten der Designer Rechnung, die Rom und der Alta-Moda treugeblieben sind. „Wenn Valentino ein eigenes Museum will, soll er sich eins bauen“, sagte Altmeister Lorenzo Riva nach seiner Schau. Die römische Modewoche soll am Dienstag mit einer Schau von Renato Balestra zu Ende gehen.

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