Sperrung von Kinderpornos im Netz verzögert sich

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Deutsche Presse-Agentur

Die von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) angestrebte Sperrung von Internet-Seiten mit Kinderpornografie verzögert sich. Das Ministerium verhandele derzeit mit acht großen Zugangsanbietern, sagte von der Leyen der in Hannover erscheinenden „Neuen Presse“.

In den kommenden Wochen sollen die Vereinbarungen offiziell geschlossen werden. Mitte Februar hatte die Ministerin noch damit gerechnet, dass die verbindlichen Abmachungen innerhalb von vier Wochen unterschrieben seien.

Nach dem Vorbild Norwegens will von der Leyen Seiten, die sexuelle Straftaten an Kindern zeigen, blockieren lassen. Beim Anklicken soll dann ein Stoppschild erscheinen. Damit könnten täglich 300 000 bis 400 000 Zugriffe auf solche Internet-Seiten verhindert werden, sagte die CDU-Politikerin der Zeitung. Experten bezweifeln jedoch die rechtliche und technische Machbarkeit solcher Maßnahmen.

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