So geht die Schule mit dem Tod eines 16-Jährigen um

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Pressekonferenz
Staatsanwaltschaft und Mordkommission des Polizeipräsidiums Hagen informieren die Presse. (Foto: Markus Kluemper/ Visual Inform / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Nach dem gewaltsamen Tod eines 16-Jährigen im sauerländischen Wenden und dem Geständnis seines Mitschülers bekommt die betroffene Schule Hilfe durch Schulpsychologen.

„Wir erfahren Unterstützung durch unsere schulfachliche Dezernentin und Schulpsychologen und Schulpsychologinnen, die uns zur Seite stehen und besonders die Schülerinnen und Schüler unserer Schule professionell durch diese schreckliche Zeit begleiten werden“, heißt es auf der Schul-Homepage.

Homepage bleibt inaktiv

„Die Schule trauert um ein Mitglied ihrer Gemeinschaft und ist in Gedanken in diesen schweren Stunden bei der betroffenen Familie“, heißt es in dem kurzen Text, in dem um Verständnis gebeten wird, dass die Homepage der Schule ansonsten bis auf weiteres inaktiv ist.

Nach Auskunft der Bezirksregierung Arnsberg ist die Gesamtschule - unabhängig von den dramatischen Ereignissen - am Freitag, einem Brückentag nach dem Feiertag Allerheiligen, geschlossen. „Die Schule hat heute eine beweglichen Ferientag“, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung, die die Schulaufsichtsbehörde ist.

Erst mit Lehrern, dann mit Schülern sprechen

Ein sogenanntes Kriseninterventionsteam, zu dem Psychologen gehören, habe bereits nach dem Verschwinden des Schülers Kontakt zur Schule aufgenommen. „Die Eltern und Schüler sind informiert, wo und wann sie Hilfe bekommen. Das ist die Rückmeldung der Schule“, erklärte sie.

Am kommenden Montag sei vor dem eigentlichen Unterrichtsbeginn an der Schule zunächst ein Vorgespräch mit den Lehrer geplant, wie man mit der Situation umgehen könne. Danach wolle man mit den Schülern ins Gespräch kommen, erläuterte die Sprecherin der Bezirksregierung.

Trauer, Verzweiflung, Tränen und Fragen in Wenden

In Wenden herrscht große Betroffenheit. Rat und Verwaltung der Gemeinde äußerten sich in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung „tief bewegt“. „Für alle Beteiligten bleiben Trauer, Verzweiflung, Tränen und die Fragen nach dem Warum. Man kann das Leid nicht aus der Welt schaffen, den Schmerz nicht lindern. Deshalb gilt unser besonderes Mitgefühl seiner Familie, allen Angehörigen und Freunden des Opfers“, hieß es in der Mitteilung.

Ein 14-Jähriger, der den älteren Mitschüler erwürgt haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. Nach seinem Geständnis prüfen die Ermittler die Angaben des Teenagers. Der Schüler hat laut Polizei zugegeben, seinen Freund in der Nähe des Schulgeländes getötet zu haben. Es spreche einiges für eine Tat im Affekt. Nachdem der 16-Jährige Dienstagmittag nicht nach Hause gekommen war, alarmierten seine besorgten Eltern die Polizei. Die Leiche wurde am Mittwochabend in einem Wald gefunden.

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