Schreie und Danksagungen nach Oscar-Nominierung

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Deutsche Presse-Agentur

Oscar-Anwärter Josh Brolin lag noch im Bett, Anne Hathaway war mit ihren Eltern und ihrem Hund unterwegs, als am Donnerstagmorgen (Ortszeit) die gute Nachricht aus Hollywood eintraf.

Seine Frau, Schauspielerin Diane Lane, habe ihn mit einem Anruf aus dem Bett geklingelt, sagte Brolin laut „People.com“. „Es ist ihr Geburtstag und sie sagte, 'Dies ist das beste Geschenk'. Dann sang sie mir ein Happy-Nominierungs-Geburtstags-Lied“. Brolin erfuhr auf diese Weise, dass er für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem zeitgeschichtlichen Politikerfilm „Milk“ nominiert worden war.

Anne Hathaway, die als Süchtige in dem Familiendrama „Rachel Getting Married“ glänzte und nun auf einen Oscar als Beste Schauspielerin hoffen kann, konnte ihre Freude mit ihren Eltern und ihren Hund teilen. „Wir waren alle total aus dem Häuschen, aber ich weiß nicht, ob mein Hund wirklich verstanden hat, worum es eigentlich ging.“

Hollywoodstars Brad Pitt und Angelina Jolie können auf einen Goldsegen als beste Hauptdarsteller hoffen. Jolie, die für ihre Rolle als verzweifelte Mutter in Clint Eastwoods Entführungsdrama „Der fremde Sohn“ vorgeschlagen wurde, bedankte sich bei dem Regisseur. Schon die Zusammenarbeit mit ihm „war eine Belohnung, die mir ein Leben lang bleiben wird“. Pitt, der sich als „Benjamin Button“ unter der Regie von David Fincher vom Greis zum Kleinkind verjüngt, zeigte sich „besonders glücklich für David Fincher, denn ohne ihn gäbe es keinen Ben Button“. Pitt war erst einmal für einen Oscar nominiert worden, als bester Nebendarsteller für den Film „12 Monkeys“ (1996).

Die britische Schauspielerin Kate Winslet schaffte es mit dem Drama „Der Vorleser“ auf die Liste der besten Hauptdarstellerinnen. „Die Rolle der Hanna Schmitz wird für immer eine der größten Herausforderungen sein, die mir glücklicherweise anvertraut wurde“. Winslet bedankte sich bei Regisseur Stephen Daldry und Drehbuchautor David Hare, die den Bernhard-Schlink-Bestseller im Studio Babelsberg verfilmt hatten. „Ich bin auch sehr glücklich für all die Leute in Deutschland, deren harte Mitarbeit am „Vorleser“ durch die Nominierungen belohnt wurde“, sagte Winslet.

Die amerikanische Schauspielerin Viola Davis bekannte sich zu einer lautstarken Reaktion auf die Nominierung als beste Nebendarstellerin in dem Drama „Glaubensfrage“. „Als ich meinen Namen hörte habe ich nur geschrien! Nur geschrien! Man fühlt, dass man den größten Traum zu träumen wagte und das ist die Belohnung“. Es ist die erste Oscar-Nominierung für die schwarze Darstellerin.

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