Schlagzeuger Louie Bellson gestorben

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Deutsche Presse-Agentur

Der amerikanische Schlagzeuger, Bandleader und Jazzkomponist Louie Bellson ist im Alter von 84 Jahren in Los Angeles gestorben. Duke Ellington hatte ihn mehrfach als den „besten Schlagzeuger der Welt“ gerühmt, berichtete die „Los Angeles Times“.

Nach Angaben von Bellsons Frau Francine war der Musiker bereits am Samstag im Cedars-Sinai Medical Center den Folgen des Parkinson-Leidens und eines Hüftbruches im November erlegen.

Den Höhepunkt seiner langjährigen Karriere erlebte Bellson in den 1940er und 50er Jahren als Big-Band-Schlagzeuger bei Auftritten mit Tommy Dorsey, Count Basie, Benny Goodman und Duke Ellison. Von seinem Können zeugen bis heute mehr als 200 Aufnahmen, in denen er unter anderen mit Woody Herman, Dizzy Gillespie, Louis Armstrong und James Brown zu hören ist.

Bellsons Vater besaß ein Musikinstrumentengeschäft, in dem sich der kleine „Louie“ mit dem bürgerlichen Namen Luigi Paulino Alfredo Francesco Antonio Balassoni schon mit drei Jahren zum Schlagzeug hingezogen fühlte. In den 50er Jahre sorgte er auch durch seine Ehe mit der afroamerikanischen Sängerin Pearl Bailey für Schlagzeilen. Er selbst war der einzige Weiße im Duke Ellington Orchester.

Von Bellson stammen mehr als 1000 Kompositionen, darunter Ballett- und Sakralmusik, ein Broadway-Musical und klassische Werke wie „The London Suite“ und das „Concerto for Jazz Drummer and Full Orchestra“. Er wurde mit hohen Auszeichnungen wie dem „Jazz Masters Award“ der Nationalen Kunststiftung (National Endowments for the Arts) und dem „Living Jazz Legends Award“ des Kennedy Center in Washington geehrt. Bellson hinterlässt seine Frau Francine, die er vor 16 Jahren nach dem Tod seiner ersten Frau Pearl geheiratet hatte, sowie zwei Töchter und zwei Enkelkinder. Er soll in seinem Heimatstaat Illinois beigesetzt werden.

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