Schäubles Homepage gehackt

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Deutsche Presse-Agentur

Die persönliche Homepage von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist nach einem Hacker-Angriff vorübergehend lahmgelegt worden. Wer am Mittwoch die Adresse „www.wolfgang-schaeuble.de“ aufrief, erhielt über Stunden eine Fehlermeldung.

Am frühen Abend war die Seite dann wieder erreichbar. Schäubles Abgeordnetenbüro führte den Hackerangriff auf eine Sicherheitslücke in der Software zurück, mit der die Seite erstellt wurde. Diese sei schon vor der „widerrechtlichen Veränderung der Website“ bekanntgewesen, hieß es in einer Erklärung.

Die Internet-Portale „welt.de“ und „stern.de“ hatten berichtet, statt Eigenwerbung des Ministers sei auf Schäubles Seite ein Link namens „Vorratsdatenspeicherung“ aufgetaucht. Wer darauf klickte, sei zum Online-Auftritt des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung weitergeleitet worden, der die Interessen von Web-Nutzern vertritt und sich gegen die verdachtslose Sammlung der Verbindungs- und Standortdaten von Telefon- und Internetverbindungen einsetzt. Erst am Dienstag hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) das umstrittene EU- Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung für rechtmäßig erklärt, das Grundlage auch der deutschen Regelungen ist.

Internet: www.wolfgang-schaeuble.de; www.vorratsdatenspeicherung.de

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