Rosenmontag im Fernsehen

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Weiberfastnacht in Düsseldorf
Weiberfastnacht in Düsseldorf. (Foto: Marcel Kusch / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Dorit Koch

Ob Karnevalsshow oder Faschingsumzug - im Fernsehen wird der jecke Höhepunkt am Rosenmontag ausgiebig gefeiert. Vom Morgen an bis Mitternacht gibt es eine extra Dosis närrischen Treibens. Zu den bekanntesten Shows gehört seit langem und diesmal - nach den „Steltergate“-Schlagzeilen um den Doppelnamen-Witz des Komikers Bernd Stelter - insbesondere der „Karneval in Köln“, den das Erste am Montagabend (4. März, 20.15 Uhr) zeigt.

Doch wer will, kann schon vorher und nahezu den ganzen Tag lang vorm Fernseher mitfeiern. Gute Einschaltquoten holte der Karneval bereits in den Tagen zuvor.

Die Übertragung der Rosenmontagszüge beginnt im WDR Fernsehen - zuerst mit Alaaf, dann mit Helau. Ab 9 Uhr heißt es sechs Stunden lang live aus Köln „Dr Zoch kütt“ (Der Zug kommt), ab 15 Uhr sind die Höhepunkte des Düsseldorfer Parade zu sehen. Auch das Erste überträgt vom größten Rosenmontagsumzug des Landes - allerdings erst ab 15.30 Uhr und nach den Übertragungen aus Mainz (12.15 Uhr) und Düsseldorf (14 Uhr). Auf das Mainzer Spektakel unter dem Motto „Der Gardisten bunte Pracht erfreut ganz Meenz an Fassenacht“ stimmt bereits ab 10.30 auch das SWR Fernsehen ein.

Neben weiteren Sendungen in dritten Programmen, darunter „Franken Helau“ (10.15 Uhr) und „Schwaben weissblau, hurra und helau“ (11.45 Uhr) im BR Fernsehen, geht es vor allem am Abend noch mal hoch her für Karnevalisten. Zu den Höhepunkten zählt die traditionelle ARD-Fernsehsitzung am Rosenmontag („Karneval in Köln“), bei deren Aufzeichnung es diesmal zum Eklat kam. Als Komiker Stelter einen Scherz über Frauen mit Doppelnamen machte, fing eine Frau im Publikum zunächst an zu pfeifen, später kam sie auf die Bühne, um sich zu beschweren.

Der WDR entschloss sich, die Szene rauszuschneiden. Stelters Witze über Doppelnamen seien in der Sendung durchaus zu sehen, nur nicht der Protest der Frau, die zu ihm auf die Bühne gekommen war, hieß es. Die Passage sei in vielen Teilen akustisch in der Aufzeichnung nicht hörbar. Mehr als drei Stunden lang dauert die Show, in der neben anderen die Kölner Musikgruppen die Bläck Fööss und die Höhner auftreten. Im vergangenen Jahr schalteten 4,31 Millionen Zuschauer (14,8 Prozent) ein.

„Die große Faschingsparty“ mit Mareile Höppner und Ross Antony steigt im MDR Fernsehen (20.15 Uhr). Gäste der „musikalischen Faschingsreise rund um den Globus“ sind neben anderen Semino Rossi, Die Zipfelbuben, Vincent Gross, Eloy de Jong, DJ Ötzi und Jürgen Drews. „Fastnachtshöhepunkte“ gibt es ebenfalls ab 20.15 Uhr im SWR Fernsehen. Im HR-Fernsehen kann zeitgleich und mehr als drei Stunden lang bei „Hessen lacht zur Fassenacht“ geschunkelt werden.

Für Karnevalsmuffel bietet der TV-Abend ab 20.15 Uhr unter anderem Krimikost mit der Wiederholung von „Mörderische Stille“ mit Jan Josef Liefers und Peter Lohmeyer im ZDF, Günther Jauchs Quiz „Wer wird Millionär?“ und Action bei „X-Men 2“ auf Kabel eins.

"Karneval in Köln"

"Die große Faschingsparty"

"Hessen lacht zur Fassenacht"

"Fastnachtshöhepunkte"

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