Rock- und Popkonzerte im Februar

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Deutsche Presse-Agentur

Den grauen Februar können sich Musikfans mit einer bunten Vielfalt an Livemusik verschönern. Patricia Kaas singt 30er-Jahre-Songs, Jan Josef Liefers präsentiert Lieder aus seiner DDR-Kindheit, Bands wie Iron Maiden und Saxon lassen es ordentlich krachen.

PATRICIA KAAS: Ihr neues Album „Kabaret“ ist eine Hommage an die 1930er Jahre. „Es geht um den Tango von Buenos Aires, den Jazz von Saint Germain und das damalige Kabarett in Berlin“, sagte Patricia Kaas kürzlich der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Auf der Bühne präsentiere ich die Lieder mit klassischer und mit zeitgenössischer Choreographie. Aber keine Angst, das ist keine Avantgarde-Show.“ Und diese Show ist zu sehen in Stuttgart (10.), Hamburg (12.), Köln (24.) und Mannheim (25.). Weitere Termine im März und April. (www.mlk.com)

JAN JOSEF LIEFERS & OBLIVION: Die meisten Menschen kennen Jan Josef Liefers aus Filmen wie „Knockin' On Heaven's Door“ und „Der Baader Meinhof Komplex“ oder als schrulligen Gerichtsmediziner aus dem Münster-„Tatort“; als Sänger ist er nur eingefleischten Fans bekannt. Doch jetzt lebt er seine zweite Leidenschaft - die Musik - bei einer großen Tournee live auf der Bühne aus. In seinem Programm „Soundtrack meiner Kindheit“ präsentiert Liefers mit seiner Band Oblivion „Songs von DDR-Bands, die mit meinem Leben verbunden waren“, wie er vor kurzem dem Audiodienst der dpa sagte. Dabei will der gebürtige Dresdner auch private Super-8-Filme aus seiner Kindheit zeigen. Die Tourstationen: Darmstadt (12.), Hamburg (13.), Mühlheim (14.), Hannover (16.), Berlin (17.), Bremen (18.), Dresden (20.), Marburg (21.) und München (22.). (www.ticketmaster.de)

VELJANOV: Der Name Alexander Veljanov wird vielen Fans in Verbindung mit dem Duo Deine Lakaien im Gedächtnis sein. 1987 machte Veljanov erstmals gemeinsam mit dem Instrumentalisten Ernst Horn eine melancholisch-düstere Musik. Der Mann mit der extravaganten Frisur und mazedonischen Wurzeln wandelt jedoch auch immer wieder auf Solopfaden. So zum Beispiel auf seiner Tour in Leipzig (14.), Dresden (15.), Köln (17.), Hamburg (18.), Berlin (19.), Bochum (20.) und Stuttgart (22.). Die ersten drei Februar-Termine in München, Darmstadt und Osnabrück wurden „aus logistischen Gründen“ abgesagt, heißt es auf Veljanovs Website. (www.veljanov.de)

17 HIPPIES: Die 17 Hippies - die eigentlich nie 17 waren - sind entstanden aus einem Berliner Freundeskreis, der sich 1995 zum ersten gemeinsamen Musizieren traf. „Unsere Idee ist von Anbeginn, traditionelle Musik aus Osteuropa, Frankreich und Amerika mit unserer eigenen "Berliner Prägung" zu versehen“, erklärt die zusammengewürfelte Truppe. Mit einer bunten Kombo aus Instrumenten - darunter Trompete, Dudelsack oder Banjo - zaubern die Vollzeitmusiker eine wilde Mischung aus Folklore, Pop und Balkan-Klängen. Ihr drittes Studioalbum „El Dorado“ präsentieren sie im Februar gleich in 14 Städten: Rostock (12.), Hamburg (13.), Bochum (14.), Bielefeld (15.), Berlin (18.), Erfurt (19.), Leipzig (20.), Dresden (21.), Bremen (23.), Hannover (24.), Wiesbaden (25.), Luxemburg (26.), Karlsruhe (27.) und Tübingen (28.). Im März folgen sieben weitere Termine. (www.17hippies.de/hiplounge/tour)

PETER FOX: Er singt von toten Tauben, Ratten und Berliner Mief - und ist damit erfolgreich: Das Solo-Debütalbum des Seeed-Sängers „Stadtaffe“ von 2008 katapultierte sich gleich in die Top Ten der Charts. Pierre Baigorry alias Peter Fox macht aus seiner Hassliebe zu seiner Heimatstadt keinen Hehl. Die meisten seiner Songs widmet er dem Dreck, Abfall und pulsierenden Leben in der Spreemetropole. Seine wuchtigen Hip-Hop-Beats mit Dancehall-Elementen und klassischen Klängen sind zu hören in Luxemburg (15.), Oberhausen (27.) und Hannover (28.). (www.peterfox.de)

POLARKREIS 18: Seit Monaten behauptet Polarkreis 18 mit dem Song „Allein Allein“ die Spitze der deutschen Single-Charts. Die Newcomer-Band aus Dresden landete mit der Filmmusik für „Krabat“ einen Coup. Das Erfolgsrezept der stets in Weiß gekleideten Mittzwanziger: opulente Popmusik kombiniert mit kühlem Synthesizer-Sound und dramatischen Orchester-Einlagen. Nachdem im Herbst die Tickets für ihre „The Colour of Snow Tour“ so schnell ausverkauft waren, legen die sechs Jungmusiker nun noch einmal nach: in Bremen (17.), Rostock (18.), Hannover (19.), Magdeburg (20.), Nürnberg (22.), Frankfurt (24.), Bielefeld (25.) und Bochum (26.). (www.polarkreis18.de/live)

SAXON/ICED EARTH: Sie sind nicht nur auf dem jährlichen Heavy-Metal-Festival in Wacken eine feste Größe. Die britische Band Saxon zählt neben Rammstein oder Judas Priest zu den Ikonen der internationalen Metal-Szene. Ihr neues Album „Into The Labyrinth“ ist gerade erschienen. Sänger Biff Byford und seine Band aus South Yorkshire gehen im Februar auch in Deutschland auf Tour - gemeinsam mit der Gruppe Iced Earth aus Florida. Die Stationen: Herford (7.), Hamburg (8.), Berlin (13.) und Köln (26.). (www.saxon747.com/en/itl/main-tourdates/tourdates)

TRAVIS: Mit schwermütig-schönen Ohrwürmern wie „Why Does It Always Rain On Me“ eroberte die schottische Band Travis Ende der 90er Jahre die Herzen vieler Fans. Auch für Coldplay war Travis' nachdenklich-melancholische Spielart des Britpop ein wichtiger Einfluss. Seit Herbst steht das sechste Album in den Läden: „Ode To J. Smith“. Live sind die vier Musiker aus Glasgow im Februar in fünf deutschen Städten zu hören: Köln (4.), Hamburg (5.), Berlin (6.), München (8.) und Frankfurt (9.). (www.mlk.com/travis/900-tour_2009)

JUDAS PRIEST: Ein „Priest Feast“, also ein priesterliches Festmahl, versprechen die Metal-Veteranen Judas Priest ihren Fans. Zusammen mit den Thrash-Metal-Bands Megadeth und Testament lassen es die Briten um Sänger Rob Halford krachen. Harter, schneller Rock ist zu hören in Dortmund (24.), Bamberg (25.) und Berlin (26.). Im März geht es weiter in Hamburg (6.), Offenbach (7.) und Stuttgart (8.). (www.eventim.de)

MICHAEL HIRTE: Bis vor kurzem war er noch ein unbekannter Arbeitsloser, der von Hartz IV leben musste. Nun ist Michael Hirte ein gefeierter Musikstar. Im November 2008 gewann der 44-Jährige mit seinem Mundharmonika-Spiel die RTL-Show „Das Supertalent“, sein Debütalbum „Der Mann mit der Mundharmonika“ schoss auf Platz eins der Charts, und nun kommt er auf große Hallentournee. Die Tour startet am 15. in Kiel, danach geht es nach Chemnitz (19.), Dresden (20.) und Erfurt (21.). Im März folgen etliche weitere Termine. (www.eventim.de)

(Alle Termine beruhen auf Angaben der Veranstalter und können sich kurzfristig ändern. Über die Internetadressen finden sich weitergehende Informationen zu Veranstaltungsorten und Tickets.)

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