Robert Wilson erhält Bühnenbildpreis

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Deutsche Presse-Agentur

Der amerikanische Bühnen- und Kostümbildner, Regisseur und Maler Robert Wilson erhält den mit 5000 Euro dotierten Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis 2009.

„Robert Wilson gehört zu den einflussreichsten und originellsten Theatermachern der Gegenwart“, erklärte Hessens Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) in Wiesbaden. Wilson verbinde Bewegung, Beleuchtung, Möbeldesign, Skulpturen, Musik und Tanz zu einem einheitlichen Ganzen. „Er bringt künstlerische Erfahrung und elementare Wahrnehmung zusammen, indem er den Zuschauern Zeit gibt, zu sehen und zu hören.“

Der vom hessischen Kunstministerium gestiftete Preis wird alle zwei Jahre gemeinsam mit der Stadt Gießen und der Hein-Heckroth-Gesellschaft verliehen. Den mit 2500 Euro von der Stadt Gießen dotierten Nachwuchs-Förderpreis bekommt in diesem Jahr die 1971 geborene Berliner Bühnen- und Kostümbildnerin Yashi Tabassomi. Wilson habe Tabassomi als Preisträgerin vorgeschlagen, weil sie auf dem besten Weg zu einer außergewöhnlichen Bühnenbildnerin sei, hieß es in der Mitteilung.

Die Preise erinnern an den 1901 in Gießen geborenen Maler und Bühnenbildner Hein Heckroth, der 1949 für seine Ausstattung des Ballettfilms „Die roten Schuhe“ einen Oscar erhielt und auch mit Alfred Hitchcock zusammengearbeitet hat. Frühere Preisträger sind Erich Wonder, Karl-Ernst Herrmann und Achim Freyer sowie Annette Murschetz, Bettina Kraus und Moritz Nitsche als Nachwuchskünstler. Die Auszeichnungen sollen Bühnenbildner würdigen, die in ihre Arbeiten die Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst kreativ einfließen lassen.

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