Rihanna nach Streit mit Chris Brown verletzt

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Deutsche Presse-Agentur

Ein handgreiflicher Streit zwischen Popstar Rihanna (20) und R&B-Sänger Chris Brown (19) geht vor Gericht. Brown muss sich wegen krimineller Drohungen am 5. März vor einem Richter in Los Angeles verantworten.

Rihanna, die mit bürgerlichem Namen Robyn Fenty heißt, ließ sich nach dem Vorfall in einem Krankenhaus behandeln. Brown habe sie verprügelt, zitierte die US-Zeitschrift „People“ eine Quelle aus dem Bekanntenkreis des Paares. „Blaues Auge, Blut, Kratzer“, hieß es. Aus Polizeikreisen verlautete, dass sie ein Platzwunde an der Lippe und blaue Flecken im Gesicht hatte. Sie halte sich jetzt an einem „sicheren Ort“ auf, sagten die Bekannten. Ein für Freitag geplantes Konzert in Kuala Lumpur (Malaysia) sagte die R&B-Sängerin ab.

Rihanna habe „laufenden“ Kontakt mit den ermittelnden Beamten, berichtete die „Los Angeles Times“ unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Polizeiquelle. Den Angaben zufolge wurde Brown am Sonntag nach einem Streit mit dem 20-jährigen Star festgenommen. Gegen eine Kaution von 50 000 Dollar (38 000 Euro) kam er wenig später wieder auf freien Fuß.

Die Polizei wollte den Fall in dieser Woche der Staatsanwaltschaft übergeben. Möglicherweise kommen auf Brown noch weitere Vorwürfe zu. Nach Polizeiangaben war das Paar am Sonntag kurz nach Mitternacht in seinem Auto in Streit geraten. Mehrere Augenzeugen hätten die laute und handgreifliche Auseinandersetzung gesehen. Am Sonntagabend sagten beide kurzfristig ihre Teilnahme an der Grammy-Verleihung ab, obwohl sie für die begehrten Musikpreise nominiert waren und sie dort auftreten sollten.

Brown hat den Star-Anwalt Mark Geragos zu seiner Verteidigung angeheuert, berichtete „Us Magazine“. Einen geplanten Auftritt bei einer Sportveranstaltung in Phoenix am kommenden Sonntag sagte der Sänger bereits ab. Ein führender Kaugummi-Hersteller zog einen Werbespot mit Brown aus dem Verkehr. Die „schweren Vorwürfe“ gegen Brown seien bedenklich, hieß es in einer Mitteilung der Firma Wrigleys. Auch eine seit Herbst laufende Milch-Reklame soll nun nicht mehr verlängert werden.

Brown hatte dem Magazin „Giant“ 2007 in einem Interview erzählt, dass er mehrfach zu Hause miterlebt hatte, wie die eigene Mutter von seinem Stiefvater verprügelt wurde. „Er schlug meine Mutter oft, und ich hatte dann immer solche Angst, dass ich in die Hose machen musste.“ Um sich selbst verteidigen zu können, habe er Kampfsportarten erlernt, sagte Brown in dem Interview und fügte hinzu, dass er den Stiefvater noch heute hasse.

Der Chefredakteur von „Giant“, Emil Wilbekin, sagte MTV, dass häusliche Gewalt von Opfern und Augenzeugen manchmal unfreiwillig als Verhaltensmuster übernommen wird. Die Nachricht über Chris Brown sei vor allem deshalb betrüblich, weil der Sänger „ein Vorbild für viele junge Männer ist und außerdem so viele weibliche Fans hat.“

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