Promis swingen auf der Berlinale

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Deutsche Presse-Agentur

Krise? Welche Krise? Bei deutschen Promis, Stars und Sternchen auf der Berlinale ist von Katerstimmung bisher nicht viel zu spüren.

Im Gegenteil: Sie strömten am Freitagabend zur „Movie meets Media“-Party in das Hotel Ritz Carlton, zeigten ihre schicken Fummel, tanzten, tranken Sekt und genossen das Buffett. Da die große „People's Night“ von Sponsor VW dieses Jahr ausfällt, müssen die Partywütigen jede Gelegenheit nutzen.

Besonders ausgelassen war Komiker Mario Barth. „Ich wurde früher ausgelacht, weil ich Bausparverträge habe. Und heute habe ich als einer der Wenigen ein Plus gemacht“, sagte er. Ebenfalls arm gab sich Schauspieler Claude-Oliver Rudolph: „Ich habe nichts, ich bin ja Schauspieler.“ Viel mehr als die Krise beschäftige ihn derzeit etwas anderes. Auf seinem T-Shirt stand groß in Rot: „Papst? nee!“

Moderatorin Miriam Pielhau spürt dagegen die Krise schon. Für Präsentationen großer Firmen werde sie seltener engagiert. „Die machen das jetzt lieber mit einem talentierten Mitarbeiter aus den eigenen Reihen, der vielleicht nicht ganz so horrend viel verlangt wie eine Pielhau.“ Boxweltmeisterin Regina Halmich hat zwar selbst „nie spekuliert“, dafür hätten Freunde Geld verloren. „Das macht mich schon betroffen“, sagte sie. „Tatort“-Kommissar Dominic Raacke hat bereits gemerkt: „Bei meinem Bankberater ist die Krise angekommen, der ruft mich immer mal wieder an und ist irgendwie verhaltener als noch vor einem Jahr.“

Für Comedian Bastian Pastewka kommt das „große dicke Ende“ noch, wenn die Banken ihre Quartalszahlen veröffentlichen. „Dann werden wir alle ein bisschen nervös, ich inklusive.“ Wenn Promis doch mal sparen müssten, würde Miriam Pielhau „nicht mehr so viel essen gehen und seltener das Taxi nehmen“, Schauspielerin Uschi Glas könnte am Urlaub sparen und Kollegin Wolke Hegenbarth an Klamotten. „Da habe ich wirklich schon für jeden Anlass was im Schrank“. Raacke dagegen würde weniger Geld in Autos und Möbel stecken - und weiter „so gut wie möglich essen“.

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