Promi-Geburtstag vom 6. März 2020: Smudo

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Smudo
Smudo wird 52. (Foto: Jens Kalaene / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Wolfgang Marx

Der 7. Juli 1989 gilt als Geburtsstunde der Fantastischen Vier. Nachdem sie als Die zwielichtigen Zwei und The Terminal Team gestartet waren, traten die Hip-Hopper erstmals unter dem neuen Namen auf. Von Glamour keine Spur.

Beim ersten Konzert auf einer Bühne in einem stillgelegten Kindergarten hüpften Smudo, Thomas D, And.Ypsilon und Michi Beck für 3,50 Mark Eintritt auf wackeligen Euro-Paletten herum. Damals ließ sich noch nicht erahnen, dass die vier einmal Deutschlands erfolgreichste und langlebigste Hip-Hop-Gruppe werden sollte. Mit dem Hit „Die da!?!“ gelang ihnen 1992 schließlich der Durchbruch.

Das Bühnenjubiläum wird groß und lang gefeiert. Im Stuttgarter Stadtpalais wurde im letzten Jahr die Ausstellung „Troy“ eröffnet und der Dokumentarfilm „Wer 4 sind“ taucht tief ein ins Universum der vier Hip-Hop-Pioniere ein. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist schließlich in diesem Jahr eine große Stadiontour.

Die Musik ist das Band, das die Band zusammenhält. Ansonsten geht jeder seiner Weg und macht sein eigenes Ding. Smudo, der eigentlich Michael Bernd Schmidt heißt, hat es schon vor langer Zeit der Liebe wegen nach Hamburg verschlagen. Geboren wurde er vor 52 Jahren in Offenbach.

Und wie kam Smudo zu seinem Namen? „Ich hatte einige Schulkameraden aus der Schickimicki-Ecke. Ich war damals nicht groß daran interessiert, wie ich optisch rüberkomme. In meinem Umfeld wurde ich deshalb gehänselt“, sagte er der „Zeit“. „Mein Nachname Schmidt wurde zu 'Schmuddel'. Sprachliche Erosion formte daraus später meinen Künstlernamen 'Smudo'.“

Auch ohne die Fantastischen Vier ist Smudo immer präsent geblieben. In TV-Sendungen wie „Wer wird Millionär“, „Sag die Warheit“ oder „Quizduell“ ist er ein gerne gesehener Gast. Und an der Seite von Michi Beck war er fünf Jahre lang Coach bei der Castingshow „The Voice of Germany“. Mit ihren Schützlingen Charley Ann Schmutzler und Jamie-Lee Kriewitz konnten die beiden zwei Mal gewinnen.

Neben der Musik aber ist Smudos große Leidenschaft der Motorsport. Feuer hat er durch das Simulationsspiel „Grand Prix Legends“ gefangen. „In den Motorsport habe ich mich zunächst theoretisch reingefuchst, wurde langsam immer besser und wollte das irgendwann auch in der Praxis umsetzen“, sagte er dem „Stern“. Immer wieder nimmt er am 24h-Rennen auf dem Nürburgring teil - im Tank war im letzten Jahr Biosprit.

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