Promi-Geburtstag vom 6. August 2019: Geri Horner

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Geri Horner
Geri Horner sitzt beim Wimbledon-Turnier in der königlichen Loge. (Foto: Ben Curtis/AP / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Wolfgang Marx

Adele flippte aus: Die Wiedervereinigung der Spice Girls und die Ankündigung einer gemeinsamen Tournee hat die Pop-Sängerin im November 2018 in allergrößte Verzückung versetzt.

Damals postete sie ein Foto aus ihrer Kindheit bei Instagram. Auf dem Bild, das vor etwa 20 Jahren entstanden sein dürfte, sitzt die kleine Adele in ihrem Kinderzimmer vor mehreren Spice-Girls-Postern und ballt die Faust zum Jubel. „Ha! So fühle ich mich gerade!“, schrieb die Sängerin dazu. „Ich bin bereit!“

Und viele waren es ebenso: Rund 700.000 Fans, die Karten waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft, waren bei den 13 UK-Konzerten dabei und Geri Horner, die früher Halliwell hieß, nutzte das letzte Konzert im Juni im Londoner Wembley Stadium, um sich bei ihren Fans dafür zu entschuldigen, dass sie 1998 ausgestiegen war - und damit das langsame Ende der Girlgroup einläutete, das zwei Jahre später kam.

„Es tut mir leid, dass ich ausgestiegen bin. Ich war einfach eine Göre. Es ist so schön, wieder mit den Mädchen zusammen zu sein, die ich liebe“, sagte sie auf der Bühne.

Und wo trifft man Ginger Spice, die heute 47 wird, sonst noch so an? Gerne mal an einer Formel-1-Rennstrecke, denn seit 2015 ist sie mit dem Red-Bull-Teamchef Christian Horner verheiratet. Beim Großen Preis von Großbritannien war zuletzt auch Söhnchen Monty dabei. Aus einer früheren Beziehung hat Geri Horner noch die 13-jährige Tochter Bluebell. Ein prachtvolles Anwesen in Oxfordshire ist ihr Zuhause.

Berühmt wurde Geri Horner mit den Spice Girls. Das war nicht nur eine Band, sondern ein Phänomen. Ursprünglich war die Mädchentruppe als weibliches Pendant zur Boygroup Take That gedacht. Ihr poppiges „Wannabe“ stand 1996 in mehreren Ländern auf Platz 1 der Charts. Die erste Platte „Spice“ war eines der meistverkauften britischen Alben seit den Beatles.

Einige Kritiker verglichen Posh, Scary, Baby, Ginger und Sporty Spice, zumindest was den Erfolg betraf, sogar mit den Beatles. Die fünf jungen Frauen standen dabei vor allem für Girl-Power und Geri Horners Alter Ego „Ginger Spice“ sei der „Inbegriff von Furchtlosigkeit, Spaß, Sexiness und weibliche Solidarität“ gewesen, schrieb die „Gala“. Wer hätte es sonst gewagt, Prinz Charles einen Klaps auf den Po zu geben?

All der Ruhm, der Erfolg und das Geld haben ihr aber kein Glück geschenkt. „Ich hatte diese große Leere in mir. Ich war einfach nicht glücklich. Ich hatte immer noch alle meine Probleme“, sagte sie dem „Telegraph“. So litt die Sängerin jahrelang unter Bulimie, erst durch die Unterstützung von Robbie Williams konnte sie ihre Krankheit in den Griff bekommen.

Nach ihrem Ausstieg bei der Mädchenband hatte die Sängerin auch als Solokünstlerin einige Erfolge. Mit den Songs „Mi chico latino“, „Lift Me Up“, „Bag It Up“ und „It's Raining Men“ hatte sie in England gleich eine ganze Reihe von Nummer-eins-Hits vorzuweisen.

Die Spice Girls aber waren immer das Maß aller Dinger. 2007 kam es zu einer ersten Reunion, bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in London lieferten sie 2012 eine mitreißende Show. Und wie geht es jetzt weiter? Angeblich schlugen die vier eine 80-Millionen-Pfund-Offerte für eine längere USA-Tournee aus. Sie sind alle längst Mütter und keine von ihnen wolle so lange von der Familie getrennt sein, hieß es als mögliche Begründung.

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