Promi-Geburtstag vom 5. Dezember: Michael Patrick Kelly

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Michael Patrick Kelly
Michael Patrick Kelly wird 41. (Foto: Andreas Arnold / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Er ist auf der Bühne groß geworden, hat als Teenager mit „An Angel“ den wohl größten Hit der Kelly Family geschrieben und nach einer langjährigen Klosterauszeit ist Michael Patrick Kelly inzwischen auch als Solokünstler erfolgreich. Heute wird der Musiker mit der aufregenden Biografie 41 Jahre alt.

Einen neuen Job hat Michael Patrick Kelly auch: Als Nachfolger von Samu Haber ist er jetzt Coach bei der Castingshow „The Voice of Germany“. Vor allem die Fairness der Sendung begeistert ihn: „Es gibt eben Leute, die nicht nach Popstar aussehen, aber eine unglaubliche Stimme haben - und die bekommen bei uns eine Chance“, sagte er im „NRZ“-Interview.

Michael Patrick Kelly ist auf der Bühne groß geworden. „Dort habe ich mit meinem Spielzeug rumgespielt, später dann zum Mikro gegriffen. So ging das los“, sagte Kelly der Deutschen Presse-Agentur. „Für mich liegt es einfach in der Natur, Musik zu machen.“

Als er nur zehn Tage alt war, hatte seine musikalische Großfamilie, die es von Straßenmusikern in die großen Stadien schaffte, ihn zum ersten Mal mit auf die Bühne genommen. „Ein normales Leben war das nicht“, sagte Kelly im dpa-Interview.

Sie waren eines der großen Pop-Phänomene im Deutschland der 1990er Jahre. Man liebte sie, oder man hasste sie - dazwischen gab es nichts. Mit langen Haaren, wallenden Gewändern und einer Mischung aus Folk- und Pop-Musik begeisterte die Kelly Family Millionen Fans. Immer ganz vorne dabei: Sänger und Teenie-Schwarm Paddy Kelly, der kaum einen Schritt tun konnte, ohne dass ein junges Mädchen irgendwo anfing, zu kreischen.

Nach mehr als 20 Millionen verkauften Alben und einem permanenten Leben in der Öffentlichkeit, brauchte Michael Patrick Kelly schließlich eine Auszeit, einen Ausbruch aus dem Showbusiness. „Ich habe nach einem Ventil gesucht, nach einer künstlerischen Nische, in der ich mich zweckfrei verwirklichen konnte - ohne mich beweisen zu müssen“, sagte er dem „Donaukurier“.

Seine Suche führte ihn 2004 schließlich in ein Kloster in Burgund, angetrieben auch von der Frage nach dem Sinn des Lebens und der Frage nach Gott. Sechs Jahre sollte er dort als Mönch verbringen. „Die Auszeit war zwar sehr wichtig, aber ich habe am Ende meiner Klosterzeit gemerkt, dass sie ein Kapitel in meinem Leben, aber nicht meine Berufung war“, sagt er der Deutschen Presse-Agentur. „Meine Berufung ist die Musik.“

Mit seinem Album „Human“ kehrte er 2015 schließlich ins Musikgeschäft zurück. Die Kelly-Family-Wurzeln sind da noch zu erkennen, seine Musik ist aber reifer geworden: ein bisschen Folk, ein bisschen Pop, ein bisschen Rock. In kurzer Folge erschienen dann „Ruah“ (2016) und „iD“ (2017), die ihm hohe Platzierungen in den Charts einbrachten. Und auch die Kelly Family mischt inzwischen wieder erfolgreich mit - allerdings ohne ihren einstigen Songwriter.

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