Promi-Geburtstag vom 27. November 2019: Noémie Merlant

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Noémie Merlant
Noémie Merlant wird 31. (Foto: Alexandra Wey / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Wolfgang Marx

Noémie Merlant ist Jahr für Jahr als Schauspielerin gewachsen und steht jetzt vor ihrem sicherlich größten Triumph. Zusammen mit Adele Haenel hat die französische Schauspielerin Chancen auf einen Europäischen Filmpreis.

Die Konkurrenz ist allerdings groß: Nominiert sind auch Oscar-Preisträgerin Olivia Colman („The Favourite“), Trine Dyrholm („Queen of Hearts“), Viktoria Miroshnichenko („Beanpole“) und die junge Helena Zengel, die das schwierige Mädchen in der deutschen Oscar-Hoffnung „Systemsprenger“ spielt.

„Porträt einer jungen Frau in Flammen“ heißt der im 18. Jahrhundert spielende Film, mit dem Noémie Merlant und Adele Haenel das Publikum verzaubert haben. Céline Sciamma hat die zarte Liebesgeschichte inszeniert, die sich zwischen einer Malerin (Merlant) und der Tochter einer Adelsfamilie (Haenel) in der Bretagne entspinnt.

Noémie Merlant, die heute 31 Jahre alt wird, wuchs in Rezé in der Nähe von Nantes auf. Nach der Schule hat die junge Französin ein wenig als Model gearbeitet, um schließlich eine vierjährige Ausbildung zur Schauspielerin zu absolvieren.

Das war die Idee ihres Vaters gewesen, aber zu Beginn habe sie sich nicht besonders wohl gefühlt, sagte Merlant der Website „Konbini“. „Ich fühlte mich sogar sehr ungebildet. Wirklich. Ich kannte das Theater nicht, ich war noch nie in meinem Leben dort gewesen. Ich hatte in der Schule vage davon gehört.“

Die Anfangsschwierigkeiten aber konnte Noémie Merlant schnell überwinden. Erstmals Aufsehen erregte sie schließlich als rebellische Jugendliche in dem Film „Die Schüler der Madame Anne“ (2014) von Marie-Castille Mention-Schaar. Es war der Startschuss ihrer Karriere, die sie nach einigen Kurzauftritten im Fernsehen oder in verschiedenen Videos schließlich zu „Der Himmel wird warten“ (2017) führte, der ebenfalls von Marie-Castille Mention-Schaar inszeniert wurde.

In dem Drama geht es um die Radikalisierung zweier Teenager, die sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anschließen wollen. Für ihre Darstellung erhielt Noémie Merlant eine Nominierung für den französischen Filmpreis César.

Ob Noémie Merlant nun einen Europäischen Filmpreis für „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ bekommt, das wird sich am 7. Dezember entscheiden, wenn in Berlin die Trophäen vergeben werden.

Längst aber beschränkt sich Noémie Merlant, die sich selbst als willensstark und neugierig beschreibt, nicht mehr nur auf die Schauspielerei. Als Regisseurin tauchte sie mit ihrem Kurzfilm „Je suis #une biche“ in die Snapchat-Welt ein, als Sängerin hat sie mit dem Song „Fate“ ebenfalls neues Terrain erobert.

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