Promi-Geburtstag vom 27. Juli 2020: Nikolaj Coster-Waldau

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Nikolaj Coster-Waldau
Der dänische Schauspieler Nikolaj Coster-Waldau wird 50. (Foto: Ennio Leanza / DPA)
dap und Wolfgang Marx

Die Fantasy-Saga „Game of Thrones“ hat Nikolaj Coster-Waldau berühmt gemacht. Bis zum Schluss war er als berüchtigter Königsmörder Jaime Lannister, der ein inzestuöses Verhältnis zu seiner Schwester hatte, mit dabei. Kaum einer der GoT-Stars durfte so lange durchhalten.

Nach acht erfolgreichen Jahren war dann Schluss - kein Problem für Nikolaj Coster-Waldau, der sich jetzt auch wieder auf andere Sachen konzentrieren kann. Vor allem Indie-Filme, die eine außergewöhnliche Geschichte erzählen, liegen ihm dabei besonders am Herzen. „Meine Bekanntheit hilft, kleine Filme zu finanzieren“, sagte er kürzlich der Schweizer Frauenzeitschrift „Annabelle“.

Momentan ist der dänische Schauspieler, der heute seinen 50. Geburtstag feiert, als „Suicide Tourist“ im Kino zu sehen. In dem Thriller von Jonas Alexander Arnby spielt er den Versicherungsagenten Max, der an einem unheilbaren Tumor leidet. Da er Angst hat, die Kontrolle über sich und sein restliches Leben zu verlieren, checkt er in dem mysteriösen Hotel Aurora ein, wo man begleitet in den Tod gehen kann. Dann aber kommen Max Zweifel.

Mit einem düsteren Thriller begann auch die Karriere des Dänen. In seinem Debüt „Nightwatch“ von 1994 spielt Coster-Waldau einen Studenten, der nachts in der Pathologie eines Krankenhauses jobbt. Bald merkt er, dass er nicht allein ist.

Seit seiner Kindheit wollte Nikolaj Coster-Waldau schon Schauspieler werden. Mehr noch: „Ich wollte immer in England arbeiten“, sagte er der „Huffington Post“. Dieser Wunsch ging mit dem Film „Bent“ (1997) in Erfüllung, in dessen Mittelpunkt zwei homosexuelle KZ-Häftlinge stehen. In den USA wurde er schließlich mit Ridley Scotts Kriegsfilm „Black Hawk Down“ (2001) bekannt.

Seitdem hat Nikolaj Coster-Waldau mit Jessica Chastain den Horrorfilm „Mama“ gedreht oder war an der Seite von Tom Cruise in dem Science-Fiction-Streifen „Oblivion“ zu sehen. Seine skandinavische Heimat aber hat er darüber nicht vergessen. Die Verfilmung von Jo Nesbøs „Headhunter“ (2011), ein grotesk-brutaler und ziemlich spannender Thriller, wurde der erfolgreichste norwegische Film aller Zeiten.

Neben der Schauspielerei ist Nikolaj Coster-Waldau vor allem sein gesellschaftliches Engagement seit vielen Jahren wichtig. Als Botschafter des guten Willens für das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen setzt er sich vor allem für die Rechte der Frauen und den Umweltschutz ein.

Große Beachtung fand dabei vor einigen Jahren auch seine Zusammenarbeit mit Google Maps, um in Grönland, der Heimat seiner Frau Nukâka, auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen. Die Schönheit der Insel erkundete der Schauspieler zudem erst kürzlich in der fünfteiligen Doku-Reihe „Durch Grönland mit Nikolaj Coster-Waldau“.

© dpa-infocom, dpa:200720-99-858078/7

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