Promi-Geburtstag vom 26. Juli 2019: Stormzy

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Stormzy
Stormzy aus Großbritannien hat es mit Grime nach oben geschafft. (Foto: Lesley Martin/PA Wire / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Verena Maria Schurr

Sein Auftritt beim diesjährigen Glastonbury-Festival gilt als Meilenstein: Als erster schwarzer britischer Solokünstler war Stormzy Hauptact des legendären Festivals. Und das weder mit Pop oder Rock, sondern mit Grime, einem Konglomerat aus Garage, Dancehall, Two-Step und Hip-Hop.

Zudem zählt er zu den jüngsten Headlinern überhaupt: Nur David Bowie war bei seinem Auftritt 1971 noch jünger. Heute wird Stormzy 26 Jahre alt.

Geboren wurde Michael Ebenazer Kwadjo Omari Owuo Jr. am 26. Juli 1993 im Londoner Stadtteil Croydon. Seine Mutter stammt aus Ghana, sie zog ihn und seine drei Geschwister alleine auf. Musik spielte in seiner Familie keine große Rolle, dennoch begann er schon im Alter von elf Jahren zu rappen und hatte keine Scheu, sich mit älteren Kollegen anzulegen.

Über seine Kindheit sagt er rückblickend, dass er ziemlich frech war und deswegen ein paar Mal fast von der Schule geflogen wäre. Dennoch hatte er gute Noten - wenn er sich bemühte. Nach dem Schulabschluss arbeitete er in einem Büro, fand aber schnell zur Musik zurück. Ende 2013 begann er damit, seine Musik im Internet zu veröffentlichen und machte sich damit schnell einen Namen.

Sein Debütalbum veröffentlichte er 2017. „Gang Signs & Prayer“ erreichte Platz eins der britischen Charts, im Jahr darauf wurde er schon bei den Brit Awards für das „Album des Jahres“ und als „Bester männlicher Künstler“ ausgezeichnet.

Dank Stormzy ist Grime im Mainstream angekommen. „Es ist der Sound Großbritanniens“, sagt er nicht ohne Stolz. Neben Referenzen an seine Heimatstadt London baut Omari auch Politisches in seine Musik und Auftritte ein. In Glastonbury teilte er gegen Boris Johnson aus. In seinem Song „Vossi Bop“ rappte er: „I can never die, I am Chuck Norris - Fuck the government and fuck Boris.“ - und Hunderttausend Besucher sangen mit. Grime als Ausdruck einer aufgebrachten Jugend in Großbritannien.

Bereits bei den Brit Awards hatte er die damalige britische Premierministerin Theresa May für fehlende Unterstützung nach einer Brandkatastrophe in einem Sozialbau kritisiert.

Privat ist Omari eher von der ruhigen Sorte. Seit mehr als vier Jahren ist er mit der Moderatorin und Model Maya Jama zusammen, neben seiner Mutter die wichtigste Frau in seinem Leben. Regelmäßig posten die beiden Fotos von sich auf Social Media. Auf die Frage, wie sie es trotz ihrer vollen Terminkalender schaffen, zusammenzubleiben, gibt es für sie die simple Antwort: „Weil wir uns lieben“, sagten beide in der „Vogue“.

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