Promi-Geburtstag vom 24. Juni 2020: Solange Knowles

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Solange Knowles
Solange Knowles wird 34. (Foto: Aurore Marechal/PA Wire / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Wolfgang Marx

Es war schon ein ganz besonderer Abend, als Solange Knowles im September letzen Jahres in der Hamburger Elbphilharmonie auftrat. Ihre Show „Witness!“ hatte sie extra für diesen Abend neu konzipiert und choreographiert.

Schon rein optisch war das 23-köpfige Orchester, das die Songs von Solange Knowles neu interpretierte, ziemlich außergewöhnlich: alle in pinken Overalls. Auch die Outfits von Solange Knowles und zwei Tänzerinnen waren darauf abgestimmt.

Musik, Kunst, Tanz und Mode - von klein auf hat sich Solange Knowles dafür begeistert. In jüngster Zeit hat das Multitalent alles in ungewöhnlichen Performances zu einem Gesamtkunstwerk zusammengeführt, wobei sie mit ihren Songs gleichzeitig immer wieder soziale und politische Gerechtigkeit einfordert.

Und längst ist Solange aus dem Schatten ihrer älteren Schwester Beyoncé (38) getreten. Dabei hat es zwischen den beiden nie einen Konkurrentkampf gegeben. „Ich bin dein größter Fan, und ich bin total stolz auf dich“, sagte Beyoncé einmal im Magazin „Interview“ über ihre Schwester, die heute 34 Jahre alt wird.

Ein Stück des Weges sind die beiden auch gemeinsam gegangen: Als Beyoncé mit Destiny's Child dem Weltruhm entgegenstrebte, da war auch Solange mit beteiligt. Sie war zwar kein Mitglied der erfolgreichen Girl-Group, steuerte aber einige Kompositionen bei und trat eine Zeit lang bei deren Shows als Tänzerin auf.

Früh fing sie an: Gerade mal 16 Jahre war Solange alt, als sie mit „Solo Star“ (2002) ihr Albumdebüt vorlegte - Pop orientierte R&B-Musik. 14 Jahre später landete sie mit dem sehr persönlichen Album „A Seat at the Table“ (2016) erstmals auf Platz eins der US-Charts.

Mit „A Seat at the Table“ gelang Solange Knowles, die auch ein erfolgreiches Model ist, nicht nur der ganz große Durchbruch, das Album diente ihr 2017 auch als Basis für eine außergewöhnliche Performance im New Yorger Guggenheim-Museum, die mit zahlreichen schwarzen Tänzerinnen in weißem Gewand in einer kreisförmigen Choreographie zur Aufführung kam.

Kunst, Klang, Bewegung und Raum verschmolzen in „A Ode To“ zu einer Einheit. Sie hätte das Museum in einen „Tempel für schwarze Frauen“ verwandelt, schrieb die Zeitschrift „Vanity Fair“. Die schwarze Identität, Respekt und Gleichberechtigung sind für Solange die vielleicht wichtigsten Themen ihrer Arbeit.

Musikalisch mögen Beyoncé und Solange unterschiedliche Wege gegangen sein, im Protest gegen Rassismus aber sind die Schwestern eng und fest vereint. In ihren Sozialen Medien rufen sie ihre Fans permanent auf, den Kampf für die „Black Lives Matter“-Bewegung fortzusetzen.

© dpa-infocom, dpa:200617-99-454053/7

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