Promi-Geburtstag vom 11. April 2019: Stefanie Stappenbeck

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Stefanie Stappenbeck
Stefanie Stappenbeck wird 45. (Foto: Jens Kalaene / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Bettina Greve

Vor zweieinhalb Wochen war sie zuletzt im Fernsehen zu sehen. Stefanie Stappenbeck spielte in einem TV-Drama eine Lehrerin, die nach einer Party mit K.-o.-Tropfen betäubt und vergewaltigt wird. Die Rolle sei „sehr intensiv und aufwühlend“ für sie gewesen, verriet sie auf „Sat1.de“.

„Es gibt keinen Grund, sich zu schämen oder schuldig zu fühlen“, sagte Stappenbeck, die heute 45 wird, im Interview. Zur Vorbereitung habe sie Aufstellungen genutzt, ähnlich den Familienaufstellungen aus Therapien, erzählte sie kurz vor der Ausstrahlung der Deutschen Presse-Agentur. „Das gibt mir einen sehr direkten, emotionalen Zugang zu einer Figur. Wenn man das erlebt, bekommt man Informationen, die man sich nicht oder nur ganz schlecht hätte ausdenken können.“

Den Film „Lautlose Tropfen“ verfolgten durchschnittlich 2,02 Millionen Zuschauer. Ein guter Wert für Sat.1 an einem Montagabend. Mit den Quoten, die das ZDF neun Tage zuvor in der Samstags-Krimi-Reihe „Ein starkes Team“ erreichte, konnte der Privatsender indes nicht mithalten. Im Schnitt 7,84 Millionen Zuschauer verfolgten den Fall „Erntedank“, bei dem Stappenbeck mit ihrem Ermittler-Kollegen einen Mord im Kleingartenmilieu aufklären musste.

Seit März 1994 läuft die Serie, von Anfang an dabei ist Florian Martens als Otto Garber. Nach Maja Maranows Ausscheiden aufgrund einer schweren Krankheit hat Stefanie Stappenbeck 2016 den weiblichen Part des Kommissar-Duos übernommen. Die 65. Episode („Knastelse“) war im März 2016 ihre Premiere.

Geboren am 11. April 1974 in Potsdam und aufgewachsen in Ost-Berlin, bekam sie im Defa-Spielfilm „Biologie!“ (1990) ihre erste Hauptrolle als junge Umweltaktivistin. Sie war damals noch Schülerin. Nach dem Abi 1993 bewarb sie sich an der Schauspielschule Ernst Busch, wurde allerdings nicht angenommen. Dennoch gelang es der Autodidaktin, Nebenrollen oder Gastauftritte in verschiedenen Serien oder Fernsehfilmen zu ergattern. Spätestens in Margarethe von Trottas Drama „Dunkle Tage“ (1999) kam sie in der Rolle der Tochter einer alkoholkranken Mutter groß heraus. Dafür wurde sie mit dem Deutschen Fernsehpreis und einer Goldenen Kamera ausgezeichnet.

Während sie die Kritiker immer wieder mit ihren Darstellungen zu überzeugen vermag, geht sie mit sich selbst hart ins Gericht. Sie sieht sich nicht sonderlich gern auf dem Bildschirm. „Früher war es aber noch viel schlimmer. Da sah ich mich und dachte: Ich muss sterben. Nächste Stufe war: Beruf aufgeben. Sofort. Dann: Ist ganz ok. Kann aber eigentlich jeder. Ich habe einen inneren Kritiker, der sehr streng ist“, verriet sie einmal der Zeitschrift „TV Spielfilm“ im Jahr 2008.

Möglicherweise hat sich das inzwischen geändert. Die Blondine mit dem charmanten Lächeln gehört auf jeden Fall längst zu den meistbesetzten weiblichen Fernsehgesichtern in Deutschland.

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