Promi-Geburtstag vom 1. Februar 2019: Barbara Auer

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Barbara Auer
Die Schauspielerin Barbara Auer ist jetzt 60. (Foto: Henning Kaiser / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Bettina Greve

Ein Wiedersehen mit Barbara Auer im Kino: Mitte März läuft in Deutschland das Drama „Vakuum“ an, in dem sie eine Frau um die 60 verkörpert, die kurz vor ihrem 35. Hochzeitstag eine HIV-Diagnose bekommt. Schnell wird klar, dass sie sich bei ihrem Mann angesteckt hat, der regelmäßig Kontakt zu Prostituierten pflegt.

Sie schätze sich glücklich, so viel zu tun zu haben, sagte Auer 2018 der „Berliner Morgenpost“, auch wenn ihr weniger Drehbücher zugeschickt würden als früher. Jedoch bekäme sie „reizvollere Angebote als noch vor zehn Jahren. Die Charaktere sind brüchiger und vielschichtiger.“

Das dürfte nicht zuletzt auch für ihr jüngstes Kinoprojekt (Regie: Christine Repond) gelten. Ihre Rolle als betrogene Hausfrau aus gutbürgerlichen Verhältnissen hat ihr bereits 2017 beim Filmfestival in Tallinn eine Auszeichnung als beste Schauspielerin eingebracht.

Es war nicht das erste Mal, dass Auer, die heute ihren 60. Geburtstag feiert, mit einem Preis für ihre darstellerische Leistung geehrt worden ist. Nach Abschluss der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg, wo die gebürtige, streng katholisch aufgewachsene Konstanzerin bis heute mit ihrer Familie lebt, und diversen Bühnen-Engagements wurde sie spätestens 1988 als couragierte DDR-Kranführerin im Sozialdrama „Der Boss aus dem Westen“ überregional bekannt - und mit einer Goldenen Kamera als „Beste Nachwuchsschauspielerin“ ausgezeichnet.

Den Deutschen Filmpreis bekam sie dann für ihre Hauptrolle als verzweifelt um ihr Kind kämpfende Mutter im Familiendrama „Meine Tochter gehört mir“ (1992), den Deutschen Fernsehpreis als Richterin zusammen mit ihrer Gegenspielerin Ina Weisse als beste Darstellerin im nicht zuletzt mit einem Grimme-Preis ausgezeichneten Thriller „Das Ende einer Nacht“ (2012). Nur mit einem Bambi hat es noch nicht geklappt.

Zuletzt war Barbara Auer 2018 in Christian Petzolds Flüchtlingsdrama „Transit“ nach einem Roman von Anna Seghers zu sehen, in Sandra Nettelbecks Kinokomödie „Was uns nicht umbringt“, im Dezember als Kommissarin Constanze Hermann zum dritten Mal und im letzten Teil der Reihe „Polizeiruf 110“ mit Matthias Brandt („Tatorte“) und Anfang 2019 mit Heino Ferch in „Die verschwundene Familie“. Eine neue Folge in Lars Beckers ZDF-Krimi-„Nachtschicht“ mit ihr und Armin Rohde ist laut „Imdb.com“ ebenfalls für dieses Jahr geplant, ein konkreter Ausstrahlungstermin steht allerdings noch nicht fest. Auch im ZDF-Dreiteiler „The Wall“ (Arbeitstitel) über die Zeit vor und nach dem Mauerfall wird Auer in einer Hauptrolle zu sehen sein.

Ihr Privatleben behält sie am liebsten für sich, Interviews gibt sie nicht gern, wie sie der „Berliner Morgenpost“ gestand. „Es kommt mir seltsam vor, über mich selbst zu reden, und ich habe nichts zu sagen, was von anderen nicht auch schon gesagt worden wäre.“

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