Prinz Charles wegen Jet-Reise in der Kritik

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Deutsche Presse-Agentur

Er gilt als „Öko-Prinz“, doch nun ist Prinz Charles erneut wegen einer luxuriösen Reise in die Kritik geraten. Zehn Tage lang macht sich der britische Thronfolger auf eine offizielle Tour durch Südamerika, um Umweltprojekte zu unterstützen.

Doch ausgerechnet auf dieser Mission fliegen der 60-Jährige und seine Frau Camilla in einer Privatmaschine zu Kosten von 300 000 Pfund (rund 335 000 Euro), kritisierte die Zeitung „Daily Mail“. Die Reise beginnt am 8. März und führt den Prinzen nach Chile, Brasilien, Ecuador und auf die Galápagos-Inseln.

Der Labour-Abgeordnete Ian Davidson monierte nach Angaben des Blattes: „Es ist absurd, dass der Prinz zu horrenden Kosten nach Südamerika fliegt und 14 Mitarbeiter in seinem Jet mitnimmt, um die Umwelt zu retten.“ In einer Zeit, in der Banker für „ihre Gier“ angeprangert würden, hätte er mehr Fingerspitzengefühl erwartet. Das Prinzenbüro betonte, der Prinz könnte mit normalen Linienflügen nicht alle Termine auf der Reise wahrnehmen. Es sei nach der billigsten Variante gesucht worden.

Charles, der sich seit langem für Klima- und Umweltschutz einsetzt, war bereits vor zwei Jahren in die Kritik geraten, weil er mit 20 Mitarbeitern First Class in die USA gereist war, um einen Umweltpreis abzuholen.

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