Premiere für Richlings „Satire Gipfel“ in der ARD

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Deutsche Presse-Agentur

Von „Abwrackprämie“ bis „Vorkasse beim Arzt“ - beim ersten „Satire Gipfel“ haben Mathias Richling und seine Kabarett- Mitstreiter am Donnerstagabend in der ARD das ganze Abc der Krise durchbuchstabiert.

Ob Bahnchef Mehdorn, Bin Laden oder der Amoklauf von Winnenden - die Nachfolger des legendären „Scheibenwischers“ sparten in 45 Minuten kaum ein Stichwort aus dem Zeitgeschehen aus.

Für Aufregung hatten im Vorfeld Äußerungen von „Scheibenwischer“- Erfinder Dieter Hildebrandt (81) gesorgt, der die neue Sendung mit dem „Comedy“-Vorwurf attackiert hatte. Hildebrandts einstiger Weggefährte Richling (55) warf daraufhin dem Altmeister des deutschen Kabaretts „Humor-Fundamentalismus“ vor.

Richling will mit neuem TV-Satire-Konzept noch schneller auf Neues reagieren und zielt damit auch auf ein junges Publikum. Hildebrandt, der der neuen Sendung den Titel „Scheibenwischer“ entzog, hält „den genialen Parodisten“ Richling nicht für geeignet, eine politische Kabarett-Reihe im Fernsehen zu führen.

Die Monologe von Richling, Frank Lüdecke und Ingolf Lück kreisten dabei aber um ernste Themen wie Banken-Chaos, Oper, Manager-Gehälter und dem CSU-Wirtschaftsminister Theodor zu Guttenberg - von Comedy war dabei nicht viel zu spüren. Gleich im Anschluss gab es im Ersten dann Humor wie gehabt - mit Oliver Pocher und Harald Schmidt.

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