Preis für Hirschbiegel bei Sundance-Filmfestival

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Deutsche Presse-Agentur

„Push“, die Geschichte einer 16-Jährigen, die trotz widrigster Umstände das Beste aus ihrem Leben macht, hat beim Sundance-Filmfestival in Utah drei der wichtigsten Preise gewonnen.

Der deutsche Filmemacher Oliver Hirschbiegel geht mit dem Regiepreis für das Nordirland-Drama „Five Minutes of Heaven“ nach Hause. Er war beim Sundance-Filmfest, das am Sonntag zu Ende ging, für England angetreten. Sein Film über zwei Männer im Nordirland-Konflikt, einer auf der Seite der Katholiken, brachte Guy Hibbert den Preis für das Drehbuch ein.

Beide Filme wurden am Samstagabend (Ortszeit) in Park City ausgezeichnet. „Push“, die Verfilmung eines Romans der Dichterin und Schriftstellerin Sapphire, erhielt den Jury-Preis und den Publikums-Preis für das beste Filmdrama des Jahres. Darüber hinaus wurde die „Push“-Darstellerin Mo'Nique mit einem Sonderpreis für die beste schauspielerische Leistung belohnt.

„Push: Based On The Novel By Sapphire“, wie der volle Titel lautet, präsentiert nach Meinung des Fachblattes „Variety“ die neue Ära Obama in Washington. In dem Film geht es um eine fettleibige junge Schwarze in Harlem, die von den eigenen Eltern vernachlässigt und missbraucht wird. Aus eigener Willenskraft gelingt es ihr, sich von der Familie abzusetzen und ein neues, besseres Leben zu beginnen. „Der Film hat uns lachen und weinen lassen und uns völlig überwältigt“, begeisterte sich „Push“-Regisseur Lee Daniels.

Der Preis für die beste Dokumentation wurde unter anderem We Libe In Public“ zugeteilt, einer Chronik des Lebens von Josh Harris, einem Internet-Pionier. Ein weiterer Preis ging an einen Film über den Fang freilebender Delfine in Japan („The Cove“). Deutschland war mit mehreren Produktionen vor Ort. In der Wettbewerbssparte „World Cinema“ zeigte Oskar Roehler seine Liebesgeschichte „Lulu und Jimi“. Sandra Nettelbeck („Bella Martha“) feierte mit „Helen“ die Weltpremiere ihres ersten englischsprachigen Spielfilms.

Das zehntägige Filmfest hatte in diesem Jahr rund 120 Spielfilme aus 21 Ländern, 87 Weltpremieren und 42 Regiedebüts vorgestellt. Sundance ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme. Es wurde vor 25 Jahren von dem Schauspieler und Regisseur Robert Redford gegründet.

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