Posthume Oscar-Chancen für Pollack und Minghella

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Deutsche Presse-Agentur

Die beiden Hollywood-Regisseure und Produzenten Sydney Pollack und Anthony Minghella könnten posthum einen Oscar gewinnen.

Als Ko-Produzenten der Filmversion des deutschen Bestsellers „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink seien die beiden nachträglich auf die Nominierungsliste gesetzt worden, teilte die Oscar-Akademie in Beverly Hills mit. „Der Vorleser“ war in der vergangenen Woche für fünf der begehrten Filmtrophäen nominiert worden, darunter auch in der Königskategorie „Bester Film“, die den Produzenten auszeichnet. Gewöhnlich werden höchstens drei Produzenten berücksichtigt, auch wenn mehr an einem Film beteiligt waren.

Doch nun stimmte die Akademie einer Ausnahmeregelung zu, die „seltenen und außergewöhnlichen Umständen“ vorbehalten ist. Pollack und Minghella waren im Verlauf der Dreharbeiten im vergangenen Jahr gestorben, Minghella (54) im März nach einer Tumor-Operation, Pollack (73) erlag im Mai einem Krebsleiden. Ihre Namen werden jetzt mit denen der Hauptproduzenten Donna Gigliotti und Redmond Morris auf dem Stimmzettel stehen.

Es ist die siebte Oscar-Nominierung für Pollack, der 1986 mit „Jenseits von Afrika“ die Regie- und die Produzententrophäe für den Film holte. Der zum vierten Mal nominierte Minghella gewann 1997 den Regie-Oscar für das Drama „Der englische Patient“. Die Oscars werden am 22. Februar in Hollywood verliehen.

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