Portugals düstere Vergangenheit: „Der Tote von Sines“

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Deutsche Presse-Agentur

Der Ex-Inspektor Nuno Cabral hat der Polizeiarbeit den Rücken gekehrt und möchte auch sonst mit seinem alten Leben nichts mehr zu tun haben. Nur widerwillig kehrt er daher von Lissabon zurück in seine Heimatstadt Sines, um den Nachlass seines verstorbenen Vaters zu regeln.

So ganz lässt ihn sein alter Beruf jedoch nicht los. Als ein Mann ermordet aufgefunden wird, nimmt er sich der Sache an. Zusammen mit der Journalistin Joana Meireles beginnt er mit den Nachforschungen und entdeckt dabei so manchen Schmutzfleck auf der angeblich so weißen Weste des Mordopfers.

Die deutsche Autorin Claudia Santana fühlt sich mit der Heimatregion ihres Mannes, dem Alentejo, tief verbunden. In ihrem Krimi „Der Tote von Sines“ kommt dies vorzüglich zum Ausdruck. Dabei geht es nicht nur um leichte Themen wie Lebensart oder die portugiesische Küche. Rückblicke auf Portugals düstere jahrzehntelange Salazar-Diktatur werfen für einen Regionalkrimi ungewöhnliche Themen auf.

- Claudia Santana: Der Tote von Sines, Aufbau Verlag, Berlin, 351 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-7466-3594-1.

© dpa-infocom, dpa:200915-99-567905/2

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