Politiker „zwitschern“ mit Twitter

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Deutsche Presse-Agentur

US-Präsident Barack Obama hat es vorgemacht, im deutschen Superwahljahr 2009 werden auch hiesige Politiker kräftig „twittern“. Mehr als ein Zehntel der 612 Bundestagsabgeordneten hat sich der Twitter-Community im Internet angeschlossen.

Das hat das Hamburger Werbe- und Medienforschungsunternehmen Nielsen Media nach einer Mitteilung vom Mittwoch im Zeitraum vom 12. Januar bis 6. Februar ermittelt. Mit dürren Worten, maximal 140 Zeichen, informieren Politiker über ihren Arbeitsalltag, manchmal auch über Privates. Wegen der knappen Angaben wird dieser Kurzmitteilungsdienst im weltweiten Web auch als Mikro-Blog bezeichnet.

Noch twittern (engl.) - zu deutsch: zwitschern - die 68 Parlamentarier in unterschiedlichem Ausmaß. Den größten Anteil stellt die FDP mit 50 Politiker (74 Prozent), doch am kommunikationsfreudigsten sind nach den Nielsen-Erkenntnissen die Abgeordneten der Grünen (7 Teilnehmer) ­ „insbesondere in der Person von Grünen-Politiker Volker Beck“. Sieben MdBs „zwitscherten“ für die SPD, für die Union waren es vier.

Eine Besonderheit des Twitter-Dienstes: Nutzer können die Botschaften anderer Nutzer verfolgen und sich dafür als „Follower“ registrieren lassen. SPD-Politiker hatten laut Nielsen mit 3594 „Followern“ die meisten Anhänger. Vor allem die Botschaften von Generalsekretär Hubertus Heil und Parteichef Franz Müntefering stießen auf breite Resonanz.

Hohe Aufmerksamkeit erreichte der Informationsdienst bei der Notlandung einer Passagiermaschine auf dem Hudson River vor New York. Auch das erste Foto von dem notgewasserten Flugzeug landete bei Twitter.

www.twitter.com

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