Podcast: Hausarrest für alle - So lässt sich der Familienkoller verhindern

Lesedauer: 6 Min
Digitalredakteurin

Eltern und Kinder im Ausnahmezustand: Dank Corona hat die ganze Familie Hausarrest. Mütter und Väter versuchen, Arbeit, Kinder und Haushalt unter einen Hut zu bringen, während der Alltag anders ist als je zuvor - und in vielen Fällen kommen nun auch noch Zukunftsängste hinzu. Auch Kinder und Jugendliche müssen derzeit auf Gewohnheiten und Freiheiten verzichten: Keine Schule, keine Treffen mit Freunden, kein Vereinsleben. 

Platz, Geld und gute Lehrer

Dabei sind die Voraussetzungen so unterschiedlich wie die Familien selbst: Familien, die stabile Beziehungen, aber auch Platz und keine Existenzängste haben, können derzeit gelassener mit der Situation umgehen als jene, die beispielsweise nicht das Geld haben, um die technischen Anforderungen für digitalen Schulunterricht bereitstellen zu können.

Und wie gut der Unterricht zuhause vor und nach den Osterferien funktioniert, ist extrem abhängig von den Lehrerinnen und Lehrern: Während die einen Konferenzschalten und Erklärvideos anbieten, schicken andere kommentarlos einen Satz Arbeitsblätter per E-Mail herum und überlassen den Rest den Eltern.

Nehmen die Kinder Schaden? 

In vielen Familien ist nach einigen Wochen Ausgehbeschränkung die Unsicherheit groß: Schadet es der Tochter und dem Sohn, wenn sie wochenlang keine anderen Kinder sehen? Wie wichtig ist es, dass Jugendliche jetzt Mathe und Englisch pauken - und was, wenn die Eltern sich nicht wohl damit fühlen, plötzlich als Lehrer zu fungieren? Wie viel Zeit am Bildschirm, bei Netflix und Youtube, ist zu viel? 

Mathias Voelchert, in Ravensburg geboren und aufgewachsen, ist der Gründer des deutschen Ablegers des Family-Lab, eine Familienwerkstatt, in der Pädagogen und Eltern beraten werden, um Kinder gleichwürdig zu behandeln und sie zu verstehen. Er gibt im Podcast Denkanstöße, ruft zur Gelassenheit auf und rät Eltern, "elastisch" zu sein - und ihren Kindern mehr Verantwortung zu geben. 

Mathias Voelchert coacht und berät Erzieher, Lehrer und Familien. (Foto: privat)

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