Philips will 6000 Stellen abbauen

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Deutsche Presse-Agentur

Der niederländische Elektronikkonzern Philips reagiert mit einer Verschärfung seines Sparprogramms auf die Wirtschaftskrise.

Im laufenden Jahr sollten 6000 Arbeitsplätze wegfallen, teilte der Konzern am Montag in Amsterdam mit. „In Deutschland haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Deutschland-Sprecher Klaus Petri in Hamburg der dpa.

Er rechnet nicht mit weiteren akuten Maßnahmen, nachdem im vergangenen Herbst unter anderem in Hamburg ein Arbeitsplatzabbau von etwa 150 Stellen in der Entwicklung und Fertigung der Röntgenfabrik angekündigt worden war. Auch der Vertrieb wurde um rund 100 Stellen reduziert. Philips beschäftigt in Hamburg knapp 2000 Mitarbeiter. In Aachen, wo Lampen für die Automobilindustrie gefertigt werden, werde derzeit Kurzarbeit gefahren

Der Philips-Konzern ist im Schlussquartal 2008 von der Wirtschaftskrise erfasst worden. Es lief ein Verlust von 1,47 Milliarden Euro auf. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Überschuss von rund 1,4 Milliarden Euro verbucht, was im Wesentlichen von einem Anteilsverkauf herrührte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern drehte von plus 816 Millionen Euro auf minus 204 Millionen Euro, der Umsatz ging von 8,36 Milliarden auf 7,62 Milliarden Euro zurück. Angesichts der schwierigen Marktbedingungen wagt das Management noch keine genaue Prognose für das laufende Jahr.

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