Pflanzengift: Diese Tees sind betroffen

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In einigen Kräuter- und Kamillentees wurden bedenkliche Mengen von Pflanzengift gefunden. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung
AFP/csh

Verschiedene Kräuter- und Kamillentees namhafter Hersteller sind offenbar mit Pflanzengiften verunreinigt. Einige Belastungen stufen Experten als gesundheitlich bedenklich ein, wie das NDR-Verbrauchermagazin „Markt“ in einer Untersuchung herausgefunden hat.

Demnach wurden in sechs von dreizehn gängigen Kräuter- und Kamillentees aus Supermärkten und Discountern sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA) entdeckt. Diese Pfanzengifte können zu Leberschädigungen und Leberkrebs führen.

Kein gesetzlich vorgeschriebener Grenzwert

Zwar gibt es dem Bericht zufolge keinen gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert für PA in Lebensmitteln. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) habe jedoch eine Höchstaufnahmemenge errechnet. Diese liegt bei einem 70 kg schweren Erwachsenen bei 0,49 Mikrogramm pro Tag.

Von 13 untersuchten Tees waren laut NDR sechs mit Pyrrolizidinalkaloiden belastet - teils in bedenklicher Menge:

  • Teekanne Kamillentee (1,7 Mikrogramm PA je Liter)
  • Ja!-Kamillentee (0,17 Mikrogramm PA pro Liter
  • Teekanne Kräutertee (0,84 Mikrogramm PA pro Liter)
  • Meßmer Kräutertee (0,75 Mikrogramm PA pro Liter).
  • Alnatura Kräutertee (0,2 Mikrogramm PA pro Liter)
  • Edeka Kräutertee (0,2 ikrogramm PA pro Liter)  

Mit einer großen Tasse Tee hätte man die Höchstaufnahmemenge in einigen Fällen schon erreicht.

Konfrontiert mit den Ergebnissen reagierten die betroffenen Unternehmen unterschiedlich. Einige verwiesen auf den fehlenden gesetzlichen Grenzwert, andere teilten mit, sie verfolgten bereits ein Minimierungskonzept bei ihren Tees.

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