Pergamonmuseum zeigt verborgene Schätze

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Deutsche Presse-Agentur

Es war das Südamerika-Debüt der Berliner Museen: Mehr als 300 000 Menschen sahen im vergangenen Jahr in den brasilianischen Städten Sao Paulo und Rio de Janeiro eine Auswahl von Schätzen aus der Antikensammlung im Pergamonmuseum.

Die Schau, bei der auch eine Nachbildung des Pergamonaltars zu sehen war, zeigt jetzt eine neue Inszenierung in Berlin. „Die Rückkehr der Götter - Berlins verborgener Olymp“ - unter diesem Titel öffnet das Pergamonmuseum vom 27. November bis zum 5. Juli 2009 einen veränderten Blick auf Athena, Zeus und Co.

Zahlreiche Exponate, darunter Dutzende Marmorskulpturen, schlummerten seit Jahrzehnten in den Depots und waren auch den Fachleuten kaum bekannt, wie die Staatlichen Museen zu Berlin mitteilten. Vor allem römische Kopien griechischer Originale waren eingelagert, nachdem im 19. Jahrhundert in Kleinasien hellenische Originale gefunden oder von den Museen angekauft wurden.

Durch den veränderten Zeitgeschmack empfand man aber lange Zeit die römischen Figuren als zweitrangig. Erst Ende der 1960er Jahre kehrten die Römer in das Blickfeld der Experten zurück, die ihrer Kunst Eigenständigkeit und einen Eigenwert bescheinigten.

Die Ausstellung im Nordflügel des Pergamonmuseums präsentiert neben namentlich bekannten Göttern, darunter Liebesgöttin Aphrodite oder Wein- und Theatergott Dionysos, auch Gestalten, die bisher nicht identifiziert wurden. Zu sehen sind die Projektion eines Heiligtums sowie Darstellungen von Menschen, Tieren und Geräten. Weitere Räume widmen sich der Musik und dem Theater als Kultort. In der Darstellung eines Villengartens wird der Wandel der öffentlich zelebrierten Religion in Griechenland zur Privatsache in der Römerzeit gezeigt.

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