Ovationen bei Berlinale-Premiere von „John Rabe“

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Deutsche Presse-Agentur

Mit langanhaltendem Beifall und Ovationen ist am Samstagabend auf der Berlinale die Premiere des Films „John Rabe“ von Oscar-Gewinner Florian Gallenberger aufgenommen worden.

Ovationen galten dem gesamten Team des Films mit Regisseur Gallenberger und Ulrich Tukur als Hauptdarsteller an der Spitze. Außerdem wirken in der deutsch-französisch-chinesischen Koproduktion, die auf dem Festival in der Sonderreihe „Berlinale Special“ lief, unter anderem auch Daniel Brühl, Dagmar Manzel, Gottfried John, Steve Buscemi und Anne Consigny mit. An der Premiere des Films im Berliner Friedrichstadtpalast - mit 1800 Plätzen das größte Kino der Berlinale - nahm auch der Enkel des Titelhelden, Thomas Rabe, teil.

Gallenberger erzählt in dem über zweistündigen Film die Geschichte des nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit geratenen „guten Deutschen von Nanking“. Der Direktor einer deutschen Firmenniederlassung sicherte zusammen mit einer kleinen Gruppe internationaler Geschäftsleute, Ärzte und Missionare während des japanischen Überfalls auf China 1937 in einer von ihm initiierten Schutzzone das Überleben von etwa 200 000 Chinesen in Nanking.

Ulrich Tukur wurde für seine beeindruckende darstellerische Leistung vom Berlinale-Publikum mit stürmischem Applaus bedacht. Gallenberger sagte nach der Aufführung, es sei „ein großes Abenteuer“ gewesen, diesen Film zu drehen, der überwiegend in China entstand. Vor dem Festivalkino wurde von einer privaten Initiative zu Spenden für eine Gedenktafel für John Rabe, der 1950 in Berlin starb, aufgerufen.

www.berlinale.de

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