Oscar für deutschen Kurzfilm „Spielzeugland“

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Deutsche Presse-Agentur

Der deutsche Kurzfilm „Spielzeugland“ ist in der Nacht in Los Angeles mit einem Oscar ausgezeichnet worden. Der 40 Jahre alte Regisseur Jochen Alexander Freydank aus Berlin nahm die Auszeichnung überglücklich entgegen.

Seit 1994 sind deutsche Kurzfilme insgesamt drei Mal mit dem begehrtesten Filmpreis der Welt gewürdigt worden. Der 14 Minuten lange Film „Spielzeugland“ ist ein Minidrama über Lügen in der Nazizeit. Es geht um eine Mutter (Julia Jäger), die ihrem kleinen Sohn verschweigt, dass die Juden aus der Nachbarschaft ins KZ deportiert werden. Stattdessen erzählt sie ihm, die Menschen würden in eine Art Vergnügungspark gebracht. Der Junge glaubt ihre Schilderungen und macht sich auf, um selbst dieses „Spielzeugland“ zu besuchen.

Genau 13 Monate nach seinem Tod ist Heath Ledger mit einem Oscar ausgezeichnet worden. Der in Australien geborene Schauspieler war im Januar 2008 im Alter von 28 Jahren mit Drogen und Medikamenten im Blut tot gefunden worden. Seine Familie nahm den Oscar entgegen. Ledger erhielt den Preis für seine Leistung als wahnsinniger Bösewicht Joker in dem Batman-Film „The Dark Knight“.

Beste Nebendarstellerin wurde die spanische Schauspielerin Penélope Cruz mit der Komödie „Vicky Cristina Barcelona“. Als bester Animationsfilm wurde „Wall-E“ aus dem Hause Disney ausgezeichnet. Die Zeremonie endet gegen 6 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit der Auszeichnung der besten Kinoproduktion des Jahres.

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