Oscar-Countdown: Stars beim Lunch der Nominierten

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Deutsche Presse-Agentur

Beim traditionellen „Lunch der Nominierten“ haben sich zahlreiche Hollywoodstars auf die Oscar-Nacht eingestimmt.

Knapp drei Wochen vor der Gala-Show trafen sich am Montag in Beverly Hills mehr als 100 Filmschaffende, darunter Stars wie Amy Adams, Mickey Rourke, Anne Hathaway und Sean Penn, sowie Regisseure, Maskenbildner und Drehbuchautoren.

Auch die beiden deutschsprachigen Anwärter auf einen Kurzfilm- Oscar, der Berliner Regisseur Jochen Alexander Freydank („Spielzeugland“) und der aus der Schweiz stammende Kölner Kunsthochschul-Absolvent Reto Caffi („Auf der Strecke“), waren nach Angaben einer Sprecherin vertreten. Erfolgsproduzent Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel, die mit dem RAF-Film „Der Baader Meinhof Komplex“ auf einen Auslands-Oscar hoffen, konnten an der Veranstaltung nicht teilnehmen.

Penélope Cruz, für Woody Allens „Vicky Cristina Barcelona“ nominiert, jettete dagegen rechtzeitig von Madrid nach Los Angeles, wo sie am Tag zuvor eine Goya-Trophäe entgegen genommen hatte. Sie sei erst vor zwei Stunden gelandet, erzählte die Spanierin der „Los Angeles Times“. „Ich bin froh, dass ich beides mitmachen kann.“

„Golden Globe“-Gewinner Mickey Rourke, der für seine „Wrestler“- Rolle in der Nacht zum 23. Februar einen Oscar gewinnen könnte, äußerte sich vor Journalisten skeptisch. „Ich werde wahrscheinlich im Saal sitzen und Sean Penn applaudieren“, so Rourke. Penn ist für das Politdrama „Milk“ als bester Hauptdarsteller nominiert.

Auch die Britin Kate Winslet, die in der Rolle der Hanna Schmitz in „Der Vorleser“ glänzte, war zu dem Mittagessen nach Hollywood gereist. Nach sechs Nominierungen könnte sie in der Oscar-Nacht endlich ihre erste Trophäe gewinnen. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre habe sie inzwischen „ein recht gutes Verlierergesicht“, scherzte Winslet.

Brad Pitt und Angelina Jolie fehlten bei dem Promi-Mittagessen. Pitt ist derzeit in mehreren Ländern für den Oscar-Favoriten „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ auf Werbetour unterwegs.

Sid Ganis, Vorsitzender der Oscar-Akademie, gab den Nominierten einige Tipps mit auf den Weg. Die Gala würde in diesem Jahr „sehr, sehr riskant“ sein. Die Schauspieler sollten sich „bestens vorbereiten“, scherzte der Veranstalter, ohne mehr zu verraten. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hüllt sich diesmal vor der Gala in Schweigen. Erstmals geben sie nicht bekannt, welche Stars Trophäen verteilen oder auftreten werden. Mit dieser Geheimniskrämerei wollten die Organisatoren die Neugier des Publikums steigern und die Einschaltquoten in die Höhe treiben, hieß es aus Hollywood.

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