Nachtflug endet in der Katastrophe

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Die Retter konnten den Passagieren des Hubschrauberrundflugs nicht mehr helfen.
Die Retter konnten den Passagieren des Hubschrauberrundflugs nicht mehr helfen. (Foto: afp)
Deutsche Presse-Agentur
Johannes Schmitt-Tegge

Beim Absturz eines Hubschraubers während eines touristischen Rundflugs in New York sind alle fünf Passagiere ums Leben gekommen. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte der „New York Times“ am Montagmorgen, dass zwei von ihnen am Unglücksort starben und drei weitere später im Krankenhaus.

Ein Video zeigt die schreckliche Szene: Schnell sinkt der Hubschrauber über dem Fluss, setzt hart auf dem Wasser auf und kippt mit drehendem Rotor zur Seite. Für die Feuerwehr beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Nach dem Hubschrauber-Absturz über dem East River zwischen den Bezirken Manhattan und Queens sind die Retter am Sonntagabend (Ortszeit) mit Booten und Tauchern im Einsatz, aber für fünf von sechs Insassen endet der Flug tödlich. Pilot Richard Vance funkt noch einen Notruf an den Tower am Flughafen LaGuardia, als der Eurocopter AS350 an Höhe verliert. „Motorausfall“, ist vom 33-Jährigen durch die Störgeräusche noch zu hören, dann bricht der Kontakt ab. Die fünf Passagiere sind in ihre Sitzgurte geschnallt, als die Maschine ins Wasser sinkt. Dort herrschen in dieser Märznacht Temperaturen um den Gefrierpunkt. Nur der Pilot kann sich rechtzeitig befreien, auf das Wrack steigen und um Hilfe schreien, berichten Augenzeugen der „New York Times“. Ein Schlepper ist als Erstes zur Stelle und nimmt den Mann auf, die Küstenwache schickt drei weitere Boote. 15 Meter müssen die Rettungstaucher bei mittelstarker Strömung in die Tiefe, um die Passagiere aus der Maschine zu befreien. Erst als sie die Gurte unter Wasser aufgeschnitten haben, können sie die dann vermutlich schon bewusstlosen Passagiere zur Wasseroberfläche bringen.

Nicht das erste Unglück

Für die Firma Liberty Helicopters, die den Flug über die nächtliche Skyline möglich machte, werden dunkle Erinnerungen wach. Neun Menschen starben, als im Sommer 2009 einer ihrer Tourhelikopter zu hoch flog und mit einem Kleinflugzeug zusammenstieß. 2011 starben drei Touristen bei einem Hubschrauber-Absturz im East River.

Auch das am Sonntag eigentlich geplante Fotoshooting von fünf Passagieren endet nun tödlich. Täglich schwirren Helikopter über und um die Wolkenkratzer der amerikanischen Metropole an der Ostküste, vor allem für Bewohner der Uferpromenaden gehören sie zum Alltag. Im Sommer starten und landen auch Wasserflugzeuge auf dem East River.

Mindestens sechs Abstürze seit 1997 zählt die Bürgerinitiative „Stop the Chop“, die den Flügen wegen Lärmbelästigung und Umweltschäden ein Ende bereiten will. Piloten bei Liberty Helicopters hätten im Schnitt zehn Jahre Flugerfahrung, heißt es auf deren Website.

Was den roten Eurocopter AS350 ins Wasser stürzen ließ, müssen nun Ermittler der Behörde NTSB klären. New Yorks Polizeichef James O’Neill spricht von einer „großen Tragödie an einem sonst ruhigen Sonntagabend“.

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