Musik vor Obamas Amtseid kam vom Band

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Deutsche Presse-Agentur

Es war ein musikalischer Höhepunkt, aber mit einem Haken. Minuten bevor US-Präsident Barack Obama am Dienstag seinen Amtseid ablegte, haben Millionen Zuschauer ein eigens für den Anlass geschaffenes Werk von Star-Komponist John Williams gehört.

Was keiner wusste: Es war nicht live, sondern vorab aufgezeichnet, wie die „New York Times“ am Freitag berichtete. Das Quartett von Berühmtheiten, die das Stück spielten - Itzhak Perlman, Yo-Yo Ma, Anthony McGill und Gabriela Montero - taten nur so. Die Töne kamen vom Band.

Das Inaugurationskomitee und die Künstler selbst begründeten dies der Zeitung zufolge mit den eisigen Temperaturen unter Null. Die Kälte und der Wind hätten die empfindlichen Instrumente schädigen und die Klangqualität beeinträchtigen können, hieß es. „Niemand hat versucht, irgendjemanden zu täuschen“, zitierte die „New York Times“ Carole Florman, eine Sprecherin des Komitees. Es sei auch nichts verheimlicht worden. So sei der leitende Sender bei der Fernsehübertragung informiert worden, dass wahrscheinlich nicht live gespielt werden könne. „Es ist nichts, was wir ankündigen würden, aber es ist auch nichts, was wir verbergen würden“, sagte Florman.

Tatsächlich sind vorab aufgezeichnete Musikdarbietungen bei wichtigen Anlässen nichts Außergewöhnliches. Ein bekanntes Beispiel: Auch der 2007 gestorbene Tenor Luciano Pavarotti hatte bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2006 im italienischen Turin die Lippen zu einer Aufnahme vom Band bewegt.

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