Countdown zur Mondfinsternis heute Nacht: Schicken Sie uns Ihre Fotos

Als roter, sogenannter „Blutmond“ präsentiert sich der Vollmond, während er in den Kernschatten der von der Sonnen angestrahlte Erde tritt. Archivfoto: dpa
Deutsche Presse-Agentur
Redaktionelle Projektentwicklung

An diesem Montag ist am Himmel über Mitteleuropa ein besonderes astronomisches Ereignis zu sehen: eine totale Mondfinsternis. Sie findet in den frühen Morgenstunden des 16. Mai statt. Um 4.27 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein, die totale Verfinsterung beginnt um 5.29 Uhr. Der Mond soll dann in rötlichen Farben leuchten. 

Die frühe Uhrzeit bedeutet allerdings auch, dass nicht überall in Deutschland die Mondfinsternis zu sehen ist – und wenn, dann auch nur teilweise. Denn gegen 5.45 Uhr geht in der Region der Mond bereits wieder unter und es ist schon recht hell. 

+++ Wenn Sie gute Fotos von der Mondfinsternis schießen, schicken Sie uns doch eine Kopie an online@schwaebische.de. Wir veröffentlichen Sie dann am Montagmorgen für alle Leser. Bitte nennen Sie bei jedem Foto den Namen des Fotografen und den Ort - und gerne noch ein paar Details, wie das Foto entstanden ist. +++ 

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Weitere Voraussetzungen sind der freie Blick zum Horizont im Südwesten – und das richtige Wetter. Da hat Meteorologe Roland Roth von der Wetterwarte Süd nicht unbedingt gute Nachrichten, obwohl er ein warmes Sommerwochenende erwartet. 

„Am Sonntagabend ziehen vom Schwarzwald erste Wolken in die Region und weiter nach Osten“, sagt Roth auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung. „Es ist schwer zu sagen, wie ausgedehnt die Wolken sein werden. Grundsätzlich gilt: Im Westen sind sie insgesamt ausgedehnter, Richtung Allgäu und Iller dünnen sie dann aus. Da könnte man bessere Sicht haben.“

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet zur Stunde mit einem kurzzeitigen Wetterumschwung im Südwesten. Bei verbreitet sonnigem Wetter im Südwesten könnte in Mannheim am Sonntag zwar die 30-Grad-Marke geknackt werden, so ein Sprecher. Doch der eintägige Wetter-Umschwung deutet sich bereits in der Nacht auf Montag mit ersten Wolken an.

Nachdem sich am Montag zunächst in Frankreich die Wolken formieren, ist spätestens am Nachmittag auch der Südwesten mit verbreiteten Schauern und Gewittern betroffen. Im gesamten Land sind kleinere Hagel-Schauer möglich. Besonders stark trifft es den Streifen vom Odenwald bis zur Ostalb. Hier könnten innerhalb von zwei Stunden punktuell 20 bis 30 Liter auf den Quadratmeter fallen. Am Dienstag zieht das Kurzzeit-Tief bereits weitestgehend vorüber.

Das bedeutet also: Je nach Lage in der Region zwischen Bodensee, Alb und Oberschwaben gehört in der Nacht etwas Glück dazu, damit Wolken die Sicht auf das himmlische Spektakel verdecken.

Was genau passiert bei einer Mondfinsternis?

Eine Mondfinsternis ist deutlich häufiger zu beobachten als eine Sonnenfinsternis. So findet die nächste von Süddeutschland aus beobachtbare Sonnenfinsternis erst wieder im Jahr 2081 statt. Eine Mondfinsternis dagegen gibt es rund zweimal pro Jahr und sie ist dann von der gesamten Nachtseite der Erde aus beobachtbar, erklärt die Volkssternwarte Laupheim. Sie kann etwa eine Stunde beobachtet werden.

Eine totale Mondfinsternis passiert nur bei Vollmond und zwar, wenn Sonne, Erde und Mond genau auf einer Linie sind, sowohl vertikal als auch horizontal. Dann läuft der Mond in den Erdschatten. Dies ist nicht bei jedem Vollmond der Fall, weil die Bahn des Mondes um die Erde gegenüber der Bahn der Erde um die Sonne um etwa fünf Grad geneigt ist. Meistens wandert der Mond deshalb unter- oder oberhalb des Erdschattens vorbei.

Wenn sich der Mond im Kernschatten der Erde befindet, wird er nicht unsichtbar, sondern leuchtet aufgrund des abgelenkten Sonnenlichts in einem schwachen Rotton. Das wird auch „Blutmond“ genannt.

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